Tiervermarktung Auktion in Weilheim: Deckstiere wieder gefragt

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Fleckviehkuhkälber sowie Stiere für den Natursprung konnten bei der April-Auktion in Weilheim zu guten Preisen verkauft werden.

Bei den Kuhkälbern waren insgesamt 28 Tiere im Angebot. 27 Kälber davon konnten zu einem Durchschnittspreis von 395 € abgesetzt werden.

Ein Kalb das väterlicherseits auf Viano, einem Rotglut-Sohn, und einer Mutter mit hervorragenden Leistungsdaten zurückgeht, erzielte mit beachtlichen 595 € den Spitzenpreis. Der Züchter des Kalbes kommt aus dem Raum Mindelheim, es wird künftig in einem Betrieb bei Weilheim aufwachsen.

Spannendes Bieterduell um Stier

Fleckvieh stier von der Seite © Weilheimer Zuchtverbände e. V. Bild vergrößern
Dieser Stier (Name noch nicht bekannt) wurde von der Besamungsstation Neustadt/Aisch für knapp 80.000€ ersteigert.

Zur Versteigerung wurden 18 Bullen vorgestellt (4x Wertklasse I, 14x Wertklasse II). Der teuerste Stier wurde nach einem spannenden Bieterduell von der Besamungsstation Neustadt/Aisch für 79.000 € ersteigert. Der gut entwickelte Hubraum-Sohn stammt aus einer leistungsstarken und formschönen Wille-Tochter mit ausgezeichneten genomischen Werte in allen Leistungs- Fitness- und Exterieurmerkmalen. Gezüchtet und aufgetrieben hat diesen Stier der bekannte Zuchtbetrieb Frieb aus Finnig.

Von den 17 Stieren für den Natursprung konnten alle Tiere einen neuen Besitzer finden. Den höchsten Versteigerungspreis mit 2150 € bei den Deckstieren bekam ein Everest-Enkel aus einer im Exterieur gut bewerteten Mertin-Tochter. Dieser Stier konnte zudem ordentliche genomische Zuchtwerte vorweisen. Erfreulich war, dass die verkauften Natursprungstiere mit einem Durchschnittspreis von 1947 € wieder deutlich über den Erlösen der letzten Märkte lagen.

Nur wenig Jungkühe im Angebot

Die 42 aufgetriebenen Jungkühe zeigten bei gutem durchschnittlichen Tagesgemelk von 27,1 kg eher durchwachsene Qualität. Bis auf vier Jüngkühe konnten alle Tiere verkauft werden. Bei den Kühen ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis mit 1641 € wieder etwas höher als auf den Vormärkten.

Die zum Höchstpreis von 2050 € verkaufte Jungkuh, eine Wille-Enkelin aus einer leistungsstarken Vanstein-Mutter, konnte mit einem Tagesgemelk von 29 kg und guter Melkbarkeit aufwarten. Aufgezogen und aufgetrieben wurde das Tier vom Zuchtbetrieb Lautenbacher/Bauerbach, neuer Besitzer ist ein Betrieb am Forgensee.

Außerdem wurden vier Kühe für durchschnittlich 1475 € sowie eine Kalbin für 1700 € verkauft.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am 11. Mai 2017 in der Hochlandhalle in Weilheim statt.