Tiervermarktung Auktion in Weilheim: Stiere für den Besamungseinsatz verkauft

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Der März-Markt fand bei optimalem Marktwetter in einer ordentlich gefüllten Weilheimer Hochlandhalle statt.

Bild auf Agrarheute.com © Weilheimer Zuchtverbände e. V. Bild vergrößern

Der Markt hatte wieder, wie in letzter Zeit schon öfters, unter schwachen Auftriebszahlen bei den Zuchtkälbern und Fleckviehjungkühen zu leiden. Beim Stiermarkt verursachte ein über den Bedarf liegendes Überangebot einen größeren Überstand an nicht verkauften Tieren.

Bei den Kuhkälbern waren lediglich 9 Tiere im Angebot, von denen 7 Stück je nach Qualität mehr oder weniger flott zu einem Durchschnittspreis von 372 €  abgesetzt werden konnten. Die zwei teuersten Kälber, die jeweils mit 475 € den Spitzenpreis erzielten, waren Zwillingskälber, welche väterlicherseits auf den Spitzenvererber Rotglut und mütterlicherseits auf den bekannten Stier Dionis zurückgehen. Züchter dieser Kälber ist ein Betrieb aus dem Unterallgäu, beide Tiere wurden vom gleichen Zuchtbetrieb ersteigert.

Zur Körung kamen 25 Bullen, davon waren 9 Tiere in die Wertklasse 1 und der Rest von der Körkommission in die Wertklasse 2 eingereiht worden. Der teuerste Stier war ein Mint-Sohn aus einer zuchtwertstarken Passion-Tochter mit einem fantastischen genomischen Gesamtzuchtwert von 138 Punkten. Mit diesem Zuchtwert liegt er von insgesamt 701 genomisch getesteten Halbgeschwistern an 1. Stelle und kann auch in allen sonstigen Leistungs-, Fitness- und Exterieurmerkmalen gute Werte vorweisen. Dieser Stier wurde nach längerem Bieterduell für 30.500 € von der Besamungsstation Greifenberg ersteigert. Züchter und Verkäufer dieses Stieres ist Zuchtbetrieb Mayr aus Uffing/Schöffau.

Greifenberg hat noch 2 weitere Stiere erworben: ein natürlich hornloser Western-Sohn aus einer Gossip-Tochter (3600 €) sowie ein Stier mit Polarbaer als Vater, der mütterlicherseits auf Wille zurückgeht für 6600 €.

Von den 22 Stieren für den Natursprung konnten nur 14 Tiere einen neuen Besitzer finden. Leider bekamen dem starken Auftrieb geschuldet 8 Stiere kein Gebot bzw. wurden zum gebotenen Preis nicht abgegeben. Den höchsten Versteigerungspreis mit 2300 € bei den Deckstieren bekam ein Isario-Sohn aus einer Wahnfried-Tochter. Wie auch bei der letzten Auktion litt aufgrund des Überangebots der Durchschnittspreis für diese Kategorie, der mit 1794 € ungefähr auf dem Niveau des letzten Marktes lag.

Die 47 aufgetriebenen Jungkühe zeigten bei einem durchschnittlichen Tagesgemelk von 27 kg eher durchwachsene Qualität. Die Jungkühe ohne Ansagen lagen im Schnitt bei 1617 € und im Vergleich zu den Preisen des Vormarktes kaum höher. Die zum Höchstpreis von 2400 € verkaufte Jungkuh, eine formschöne Kreuzungskuh, die mütterlicherseits auf den Stier Round Up zurückgeht, konnten mit einem Tagesgemelk von 26,3 kg bei guter Melkbarkeit aufwarten. Aufgezogen und aufgetrieben wurde das Tier vom Zuchtbetrieb Steingruber/Füllersried. Außerdem wurde noch eine Kuh mit 34 kg Tagesgemelk für 1600 € verkauft.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Donnerstag, 6. April 2017, in der Hochlandhalle in Weilheim statt.

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