Tiervermarktung Geringer Auftrieb beim Maimarkt in Weilheim

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Die ersten schönen Tage nach mehreren Wochen mit für die Jahreszeit zu kalter und zu nasser Witterung hat vermutlich viele Kaufinteressenten vom Marktbesuch in Weilheim abgehalten. Die Zeit für den ersten Siloschnitt drängte und die Landwirte waren bereits mit der Vorbereitung bzw. mit dem Beginn der Siloernte beschäftigt. Dass die Preise bei den Jungkühen und Zuchtkälber trotzdem zufriedenstellen konnten, ist auch dem geringen Auftrieb zu verdanken.

Bei den Fleckvieh-Kuhkälbern waren insgesamt 19 Tiere im Angebot. Bis auf ein Kalb, das wegen zu niedrigem Angebot nicht abgegeben wurde, konnten alle Tiere zu einem respektablen Durchschnittspreis von 466 € qualitätsbezogen entsprechend mehr oder weniger flott abgesetzt werden.

Den Höchstpreis von 535 € erzielte ein formschönes Kalb mit ordentlicher Abstammung, gezüchtet von einem Betrieb aus der Nähe von Penzberg (Lks. Weilheim). Dieses Kalb wurde neben anderen Kälbern von einem Viehhändler mit Sitz im Regierungsbezirk Schwaben ersteigert.

Durchschnittliche Qualität bei den Bullen

Zur Versteigerung sind 23 Bullen vorgestellt worden, davon waren zwei in der Wertklasse 1, der Rest in die Wertklasse 2 eingereiht. Da die Besamungsstationen an keinem der Stiere Interesse zeigten, standen diesmal alle Stiere für den Natursprung zum Verkauf.

Den höchsten Versteigerungspreis erlöste ein Huronimus-Sohn mit 2300 €. Dieser Stier vom Zuchtbetrieb Eberle/Ruderathofen (Lks. Ostallgäu) konnte mit brauchbaren genomischen Zuchtwerten sowie einer leistungsstarken Mutter überzeugen. Erworben hat diesen Stier die Gemeinde Krün (Lks Garmisch-Patenkirchen).

Fünf der aufgetriebenen Tiere wurden zu den gebotenen Preisen nicht abgegeben. Insgesamt erzielten die verkauften Deckstiere einen Durchschnittspreis von 1700 € und lag so deutlich unter dem Durchschnitt des Vormonats April.

Guter Absatz bei den Jungkühen

Die nur 47 vorgestellten Jungkühe wiesen bei einem durchschnittlichen Tagesgemelk von beachtlichen 28,1 kg eher durchwachsene Qualität auf. Vermutlich wegen der geringen Auftriebszahl konnten erfreulicherweise davon 45 Tiere verkauft werden. Zwei Jungkühe bekamen kein Gebot.

Bei den Kühen ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis mit 1709 € wieder über den Preisen der Vormonate. Die zwei Spitzenjungkühe zum Tageshöchstpreis von jeweils 2350 € wiesen gutes Exterieur auf, konnten auch mit entsprechenden Tagesgemelken sowie Melkbarkeiten überzeugen und warteten mit entsprechendem Pedigree auf. Beide Kühe wurden von einem großen Milchviehbetrieb aus dem Landkreis Aichach erworben. Der Anteil der Kühe mit Mängelansagen lag bei über 27 Prozent recht hoch.

Neben den Jungkühen wurden noch drei Fleckviehkühe für im Schnitt 1400 € verkauft.

Der nächste Zuchtviehmarkt in Weilheim findet am 8. Juni 2017 in der Hochlandhalle statt.

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