Tiervermarktung Juli-Markt erfreut die Weilheimer Zuchtverbände

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Aufgrund des aufkommenden Optimismus bei der Milchpreisentwicklung sowie der bisher reichlich eingebrachten Ernte, konnten die aufgetriebenen Tiere kategorienübergreifend gut abgesetzt werde. Wegen Umbauarbeiten stand für die Zuchtviehauktion nur die halbe, aber gut gefüllte Hochlandhalle zur Verfügung.

Bei den Fleckvieh-Kuhkälbern waren insgesamt 26 Tiere im Angebot. Die gesamten Kälber konnten zu einem Durchschnittspreis von beachtlichen 471 € je nach Qualität meist flott an den Mann gebracht werden.

Das teuerste Kalb (Preis: 655 €), welches väterlicherseits auf Valentino zurückgeht, hatte ein ansprechendes Exterieur aufzuweisen. Die Mutter des Kalbes, eine Kuh mit starken Leistungsdaten, stammt vom Spitzenvererber Waterberg ab. Das Kalb stammt aus dem Kleinweiler Zuchtbetrieb Otto Steingruber (Lks. Garmisch-Partenkirchen); verkauft wurde es an einen Züchter aus dem Dachauer Land. Die Hälfte der Kälber konnten zu Preisen von über 500 € abgesetzt werden.

Zufriedenstellener Stierverkauf

Zur Versteigerung sind 22 Bullen vorgestellt worden, davon waren sechs in der Wertklasse 1, den Rest hat die Körkommission in die Wertklasse 2 eingereiht.

Der teuerste Stier (Preis: 3500 €) ein körperhafter und formschöner Ilia-Sohn mit überwiegend guten genomischen Zuchtwerten, stammt aus einer zuchtwert- und leistungsstarken Hutera-Tochter. Neuer Besitzer ist die Besamungsstation Bayerngenetik Grub, der Stier kommt aus dem Zuchtbetrieb Georg Müller aus Hochstadt (Lks. Starnberg).

Bis auf zwei Stiere, die zu den gebotenen Preisen nicht abgegeben wurden, ging der Rest der Stiere in den Natursprung. Von diesen Deckstieren erlöste den höchsten Versteigerungspreis mit 2350 € ein exterieurstarker Raldi-Sohn, der mit Erbkrankheitenfreiheit und durchwegs brauchbaren genomischen Zuchtwerten Punkten konnte. Die Mutter des Stieres geht auf den Spitzenvererber Manitoba zurück und hat auch selbst fantastische Leistungsdaten vorzuweisen. Züchter ist Robert Abenthum/Obermühlhausen. Der Stier wird künftig in einem Stall im Altlandkreis Schongau stehen.

Auch Jungkühe im Angebot

Die 58 Jungkühe zeigten bei eher knappen durchschnittlichen Tagesgemelk von 26,3 kg meist durchwachsene Qualität. Bis auf zwei Tiere konnten alle verkauft werden. Bei den Kühen ohne Mängelansagen lag der Durchschnittspreis mit 1755 € wieder deutlich über den Vormärkten.

Die zum Höchstpreis versteigerte Jungkuh (2450 €), eine harmonische und gut entwickelte Vanadin-Enkelin, konnte mit einem Tagesgemelk von 33 kg und guter Melkbarkeit überzeugen. Aufgezogen und aufgetrieben wurde das Tier vom Zuchtbetrieb Christine Lautenbacher aus Bauerbach. Die Kuh wird die Herde einer Landwirtin im baden-württembergischen Allgäu ergänzen.

Eine Kuh wurde für 1700 € verkauft, zum Ende der Auktion fanden fünf Kalbinnen für durchschnittlich 1572 € neue Besitzer.

Der nächste Zuchtviehmarkt findet am Do. 14. September 2017 in der Hochlandhalle in Weilheim statt.

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