Im neuen Heft lesen Sie ... Management: Fresserproduktion 'exotisch'

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Im Herbst 2014 stieg die Familie Meidert in Soyen bei Rosenheim in die Fresseraufzucht ein. Für ihre Aufzucht in einem Außenklimastall mit Stroheinstreu erhielt sie 2015 den bayerischen Nutztierwohlpreis.

Kälber im Stall © Ariane Haubner Bild vergrößern
Die zwei Automaten haben acht Saugstationen, pro Station werden etwa 15 Tiere mit Milchaustauscher versorgt.

"Wir gehören mit unserem Kaltstall in Bayern eher noch zu den Exoten in Sachen Fresserproduktion", erklärt Frieder Meidert aus Taubmoos bei Soyen im Landkreis Rosenheim. Der Startschuss für den neuen Produktionszweig, der als Betriebsgemeinschaft geführt wird, fiel im Oktober 2014. Auch die Aufzucht auf Stroh ist nicht alltäglich und nicht Jedermanns Sache. Die Materialkosten sind höher und auch der Arbeitszeitbedarf ist größer. Da aber auch die 150 Mastbullen der Familie Meidert auf Tiefstreu gehalten werden und somit die technische Ausstattung dafür am Betrieb vorhanden ist, lag es nahe auch die Kälber auf Stroh zu nehmen, zumal der Familie das Tierwohl sehr am Herzen liegt. "Wir machen das so, nicht weil es der Verbraucher so will, sondern weil es für uns einfach eine Selbstverständlichkeit ist, dass es den Tieren gut geht", erklärt der Landwirt selbstbewusst.

 

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