Bundesfleckviehschau 2014 Das war die 7. Bundesfleckviehschau!

Einige tausend Zuchtbegeisterte aus dem In- und Ausland pilgerten am vergangenen Wochenende nach Miesbach zur 7. Bundesfleckviehschau. Der absolute Höhepunkt war dabei natürlich das Richten der 121 Spitzen-Fleckviehkühe durch den Tiroler Preisrichter Christian Straif.

Die Sieger von Miesbach (v.l.n.r.): Champion ›jung‹ Ikebana-Tochter Liberty von der Mosandl GbR, Champion 'alt' Round Up-Tochter Olinka von der Lechner GbR, Champion 'mittel' Ilion-Tochter Anke von Franz Vordermayer sowie der Champion 'Lebensleistung' Humid-Tochter Bluna aus dem Betrieb der Schwemmer GbR. © Haubner
Bei den Erstkalbskühen zogen 6 Gruppen durch den Ring. Für je 2 dieser Gruppen wurde in einem kleinen Finale der 1a- und 1b-Platzierten die Klassen- und Klassenreservesieger gekürt. Zunächst fiel Straifs Entscheidung hier auf die lange Waldbrand-Tochter Prinzess von Anton Kögl aus Kirchseeon (ZV Mühldorf). Als Klassenreservesiegerin folgte Romario-Tochter Dasty von Otto Kanefzky/Roggden (ZV Wertingen).
 
Ebenfalls einen Klassenreservesieg bei den Erstkalbskühen konnten sich die fundamentstarke Wildwest-Tochter Femina von Georg Hainz jun./Babensham (ZV Mühldorf) und die typvolle Romario-Tochter Zitta von Hans Rauchenberger aus Lenggries (ZV Miesbach) ergattern. Als weiterer Sieger ging zunächst die außerordentlich korrekte Ikebana-Tochter Liberty von der Mosandl GbR aus Dietfurt (RZV Oberpfalz) aus dem Klassenentscheid. Auch der Betrieb Walser aus Eurasburg (ZV Weilheim) konnte sich über den Triumpf seiner extrem euterstarken Pandora-Tochter Pixel in der letzten Klasse der Erstkalbskühe freuen, eh diese beiden Spitzenkühe letztlich das große Finale um den Bundessieger-Titel der jungen Kuhklassen unter sich ausmachten. Straifs Sieger-Handschlag ging dabei klar an Martin Mosandl mit seiner Liberty. Veronika Walser und der Weilheimer Zuchtverband durften den Bundesreservesieg von Pandora Pixel bejubeln.
 
Bei den mittleren Kuhklassen war für den Preisrichter die Ilion-Tochter Anke von Franz Vordermayer aus Riedering (ZV Miesbach) klar an der Spitze und machte sie zum 'Bundessieger Mittel'. Den Titel des Bundesreservesiegers konnte hier die lange und typstarke Fifi (V: Rau) von Peter Ginter aus Wielenbach (ZV Weilheim) für sich entscheiden. Der Klassenreservesieg der Zweitkalbskühe ging zuvor nach Franken und zwar an die Stürzenhofecker GbR aus Rügland (RZV Franken) mit ihrer Ramkan-Tochter Luxi. Bei den Kühen mit 3 Abkalbungen holte sich diesen Titel die Vanrog-Tochter Jana von Armin Winterhalder aus Villingen-Schwenningen (RBW). Bei den Kühen mit 4 Kalbungen überzeugte die Round Up-Tochter Olinka von der Lechner GbR aus Sauerlach (ZV Miesbach). Ihr folgte in dieser Klasse die Imposium-Tochter Oxford von Klaus Weller aus Erlangen (RZV Franken) als Reservesiegerin. Der Klassensieger und Klassenreservesieger bei den Fünftkalbskühen hießen Serina (V: Perino) von Rudolf Kaltner aus Seeon (RZV Traunstein) und Terme (V: Romart) von Franz Käppeler aus Stockach (RBW). Beim Bundesentscheid der alten Kuhklassen entschied sich Straif schließlich für Olinka. Auf dem 2. Platz landete Serina.

Abgerundet wurde das Schaubild dann durch die Gruppen der Lebensleistungskühe. Bei den Kühen mit 6 Kalbungen strich die Humid-Tochter Bluna von der Schwemmer GbR (RZV Franken) den Sieg für sich ein. Klassenreservesieger wurde Omine (V: Romsel) von Georg Henner aus Ballendorf (RBW). London (V: Hochtor) hieß abschließend die Siegerkuh der Klasse mit 7 und mehr Kalbungen. Die Engadin-Tochter Lie (8 Kalbungen) sicherte sich schließlich den Klassenreservesieg.
 
Gänsehaut-Feeling dann im Finale bei den Lebensleistungskühen und schließlich jubelten die Franken! Der Betrieb Schwemmer durfte seiner 'jungen Alten' die Schärpe des Bundessiegers umhängen. Bundesreservesieger wurde London vom Betrieb Pfaller.

Erstmals gab es auf einer Bundesschau auch eine Gruppe hornloser Fleckviehkühe. Der 1a-Preis ging hier an die Inhof-Tochter Queda Pp von Johann Röhrmoser aus Feldkirchen-Westerham (ZV Miesbach). Tanja Pp (V: Ruzarlo PS) von der Schneid GbR aus Wemding (ZV Wertingen) bekam aufgrund ihrer starken Übergänge den 1b-Preis zugesprochen. © Text: Riesberg