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Bayerische Jungzüchterschau 2014

Wertingen: Eine starke Jugend

von , am
20.10.2015

Die vierte bayerische Jungzüchterschau am 8.3.2014 war ein voller Erfolg:
Noch nie nahmen so viele junge Menschen mit Kühen daran teil, und wohl noch nie gab es so viele Zuschauer. Perfekt organisiert wurde die Schau von den Jungzüchtern selbst um ihren Vorsitzenden Florian Götz.

Sektdusche für den Champion. © Riesberg
 


Los ging es mit den Kleinsten, mit dem Bambiniwettbewerb am Nachmittag. Der Vorführwettbewerb der Kinder wurde von der früheren Milchkönigin Maria Wimmer rangiert.
 
Bei den kleinen Kindern führte die 9-jährige Milena Schuster mit ihrem Kalb Heidi am besten vor, der Reservesieg ging an den 7-jährigen Hansi Riepertinger mit seinem Kalb Kasandra. Bei den älteren Kindern gewann der 12-jährige Roman Sigl mit seinem Rind Eladd vor dem 11-jährigen Daniel Schuster mit dem Kalb Bella. Spannende Kopf-an-Kopf-Rennen gab es bei der Kälberrallye, Gesamtsieger wurden hier nicht ermittelt.
 
Anders bei der Frage, wer die schönste Stalltafel gemalt und gebastelt hat: Von der 8-jährigen Anna Schimmer/Wellheim war die schönste Stalltafel bei den kleinen Kindern, Max Nehmeier/Geislohe und Gregor Aumiller/Merching folgten auf den Plätzen 2 und 3.
 
Bei den älteren Kindern bastelte die 10-jährige Anna Zacher/Ziertheim die schönste Stalltafel, weitere Preise gingen an Manuela Fottner/Tandern und Helena Seitz/Rettenbergen.
 
Die Finalentscheidungen am Abend begannen mit den Schwarz- und Rotbunten, also mit den milchbetonten Holsteins. Hier gab es für Preisrichter Christian Straif  einen klaren Sieger, die Jose-Tochter Franjo von Stefan Ücker vom Jungzüchterclub Weilheim bestach mit ihrem Euter und ihrem Milchtyp, Besitzer des Tieres sind Markus und Kerstin Mock/Markdorf.
 
Reservechampion bei den Holsteins wurde ein 14 Monate altes Rind, eine Tochter von End-Story die Thomas Müller/Kolbermoor gehört und von Martin Schmied vorgeführt wurde. Einen weiteren Klassensieg gab es für Damion-Tochter Nr. 339 von Konrad Weirather/Niederrieden vorgestellt von Tobias Wiest.
 
Weiter ging es im Finale mit den eiweißstarken Braunviehkühen, hier fand Christian Straif in der rahmigen Vigor-Tochter Faith vom Betrieb Barnsteiner/Ennenhofen seinen Champion, präsentiert wurde sie von Lucas Fritzer. Der Reservesieg Braunvieh ging an die Wurl-Tochter Perle von Josef Wagner/Antdorf, vorgeführt wurde sie von Maria Rietzler.
 
Das größte Aufgebot hatte die Rasse Fleckvieh zu bieten. Aus 14 Abteilungen wurden 6 Klassensieger gewählt. Der Titel des Gesamt-Champions ging schließlich nach Franken, die Erstmelkkuh Birka vom Betrieb Bürger/Bad Windsheim und vorgeführt von Bernd Deuerling, wurde Championkuh der weltweit führenden Zweinutzungsrasse. Birkas Vater trägt den passenden Namen Wonderfull.
 
Der Reservesieg beim Fleckvieh ging ins Weilheimer Zuchtgebiet, Franziska Steingruber holte mit der Engadin-Tochter Mareike aus dem elterlichen Betrieb diesen Titel, Mareike ist bereits in der 8. Laktation und kann mehr als 62.000 kg Lebensleistung aufweisen.
 
Weitere Klassensiege erzielten Mangope-Tochter Biene von Georg Fottner/Hilgertshausen (Vorführer Verena Fottner), Hades-Tochter Uganda von Karl und Petra Huber/Haundorf (Vorführer Stefan Traub), Rau-Tochter Kunni von der Daubinger GbR/Oberdachstetten (Vorführer Matthias Daubinger) und Enrico-Tochter Nr. 131 von Anton Pfänder/Andechs (Vorführer Peter Pfänder).
 
Während mit Christian Straif ein routinierter Preisrichter aus Österreich für das Exterieur gefunden wurde, richtete Anne-Mette Evers aus Norddeutschland den Vorführwettbewerb der Jungzüchter. In einem spannenden Finale siegte Stefan Ücker, der bereits einen Preis für seine schwarzbunte Siegerkuh gewann. ?Er hat alles richtig gemacht?, kommentierte Evers den Auftritt von Stefan Ücker/Wielenbach, er darf in den nächsten 2 Jahren den Titel ?Bester Vorführer Bayerns? tragen. 
 
Den Reserve-Vorführsieg holte ein junger Fleckviehzüchter, Georg Pischeltsrieder/Bolzwang überzeugte durch seine ruhige Vorführleistung. Weitere Finalteilnehmer im Vorführwettbewerb waren Maria Barth, Rupert Frei, Johannes Schwarz, Josef Niederbuchner und Anna Sigl. © Josef Berchtold
 
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