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Tierschau

Bullenparade in Höchstädt: Spitzengenetik im Ring

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Max Riesberg, Wochenblatt
am
07.06.2019

Der Besamungsverein Nordschwaben zeigte bei seiner Bullenparade in Höchstädt Spitzengenetik der Rasse Fleckvieh.

Bullenparade-Höchstädt-Hugoboss-Himalaya

Zum inzwischen 10. Mal lud der Besamungsverein Nordschwaben zur Bullenparade am Stationsgelände in in Höchstädt an der Donau. Von elf der 46 vorgeführten Bullen sind bereits Söhne im Besitz von Besamungsstationen. Hugoboss, Humana, Peron, Vollgas PS und Imperativ hatten ihre gleich im Schlepptau dabei und Altstar Everest stampfte mit Jungspunt Echo, seinem vielversprechenden Enkel, durch den Höchstädter Schauring.

Natürlich hornlose Vertreter der Fleisch- und Doppelnutzung

Bullenparade-Höchstädt-HattrickPP

Auch zwei reinerbig hornlose Fleckvieh-Fleischbullen, nämlich Hector PP (Hallas PP x Bruno Pp) und Zeder PP (Zambia PP x Apostle PP) wurden von Stationsleiter Dr. Frank Bosselmann vorgestellt. Ihnen folgten zehn weitere Hornlosbullen vom Doppelnutzungstyp. Daran wird klar, welche Bedeutung die Hornloszucht inzwischen spielt.

Die Breite des aktuellen Fleckviehangebots unterstrich, dass die 44 Bullen insgesamt auf 33 verschiedene Väter (davon jeweils drei auf Hutera, Herzschlag, Mahango Pp, Remmel und Wobbler) sowie 29 verschiedene Mutterväter (5 x Wille, 4 x Everest und 3 x Hutera) zurückgehen.

Teure Stiere im Ring

Bullenparade-Höchstädt-Pizarro

Natürlich freut sich das Publikum auch immer, wenn es die hochpreisigen Stiere der Auktionen einmal live erleben kann. Bei Rekordpreisstier Weitblick (Wobbler x Reumut), gezüchtet am LVFZ in Achselschwang, der im Juli 2018 stolze 151.000 € erzielte, scheint sich die Investition gelohnt zu haben. Er präsentierte sich mich ausgezeichnetem und ausgeglichenem Exterieur sowie in bester Sprungkondition, wie der Stationsleiter versicherte.

Hohe Erwartungen liegen auch auf dem zweit teuersten Bullen aus dem letzten Jahr, dem Perfekt-Sohn Pizarro (MV: Mint). Er wurde im Rahmen der Jubiläumstierschau des Zuchtverbands Franken in Ansbach im November für 73.000 € angekauft. Der Poldi-Nachkomme der vierten Generation stammt aus einer exzellenten Kuhfamilie und ist derzeit nicht nur in gezielter Paarung sondern auch weiblich gesext verfügbar.

Bei der Bullenparade zeigte er sich, ebenso wie Revolver, Hermanns oder Missouri, von seiner Schokoladenseite. Sehr zur Freude des 1. Vorsitzenden des Besamungsvereins Nordschwaben, Hans-Josef Landes, der es auf den Punkt brachte: „Beste Genetik ist die Basis für die Wirtschaftlichkeit unserer Betriebe.“

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