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Tierzucht

Großes Angebot bei der Zuchtviehauktion in Ilshofen

Thomas Schmid, RBW
am
05.11.2018

Anlässlich der Zuchtvieh- und Nutzkälberauktion der Rinderunion Baden-Württemberg wurden am 25. Oktober 2018 in Ilshofen 64 Stück Großvieh und 452 Kälber und Fresser zum Verkauf angeboten und bis auf ein Kalb restlos abgesetzt. Sehr flott verlief die Vermarktung der Bullen und der melkenden Tiere, die Bullenkälber blieben im Preis annähernd stabil, der Absatz der Kuhkälber gestaltet sich nach wie vor schwierig.

Fleckviehstiere

Die drei angebotenen Bullen wurden zügig für durchschnittlich 2017 € verkauft. Den Tageshöchstpreis von 2450 € erlöste ein hoch typisierter Wobbler-Sohn aus einer starken Waldbrand-Tochter von der Klenk Fleckvieh GbR aus Kirchberg-Dörrmenz.

Fleckviehkühe

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Mit 52 Fleckviehjungkühen (100 % GVO-frei) war hier der Auftrieb wieder sehr gut und lockte Kunden aus nah und fern an. So traten einige Tiere den Weg in die Eifel und nach Frankreich an.

Unangefochtene Spitzenjungkuh war eine Wassonst-Tochter vom Betrieb Schmid aus Hüttlingen-Mittellengenfeld. Knapp 2-jährig abgekalbt, überzeugte sie mit sehr guter Entwicklung, einem hervorragendem Euter, sehr viel Harmonie und leistete 30,3 kg Milch. Hubert Ewald aus Bräunlingen ließ sich diese hervorragende Jungkuh nicht entgehen und erhielt den Zuschlag bei 2420 €.

An zweiter Stelle rangierte eine kapitale Isimo-Tochter vom Betrieb Funk aus Bühlerzell-Gantenwald, die für 2200 € in einen bekannten Ulmer Zuchtbetrieb ging. Der gleiche Betrieb sicherte sich für 2060 € eine mit einem sehr fest aufgehängten Euter ausgestattete Evergreen-Tochter von Familie Schneider aus Oberrot-Ebersberg.

2100 € erlöste der Betrieb Pröger aus Kirchberg-Dörrmenz für seine in allen Belangen überzeugende Monro-Tochter. Komplettiert wurde die Spitzengruppe durch eine Vulkan-Tochter vom Betrieb Gommel aus Ditzingen, die mit 32,6 kg Milch 1980 € erlöste sowie einer Samland-Tochter mit 30,8 kg Milch von der Klenk Fleckvieh GbR, die 2000 € erlöste. Im Mittel erbrachten die Jungkühe ihren Verkäufern 1610 €.

Neben einer Mehrkalbskuh wurden acht, im Durchschnitt 440 kg schwere Jungrinder zu durchschnittlich 742 € verkauft.

Kuh- und Bullenkälber

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75 Kuhkälber wogen im Durchschnitt 77 kg und erlösten netto je 177 € je Tier. Hier ist hoffentlich die preisliche Talsohle erreicht, wobei die Kuhkälber die landesweit vorherrschende knappe Futterversorgung momentan mit am deutlichsten zu spüren bekommen.

Gut war das Angebot von 372 Bullenkälbern. Im Durchschnitt brachten diese 81 kg auf die Waage. Der Durchschnittspreis pendelte sich hier bei 385 € je Tier ein. Gute Kälber ab 75 kg erlösten bis 5,80 € netto. Problematisch in der Vermarktung sind nach wie vor Kälber unter 65 kg. Diese sind nur mit deutlichen Preisabschlägen zu verkaufen. Sorgfältige Kälberaufzucht und eine Vermarktung im vom Markt geforderten Gewichtsbereich von 70 bis 100 kg macht sich momentan mehr denn je bezahlt.

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden statt am

  • Mittwoch, 14. November (Kälber)
  • Donnerstag, den 29. November (Großvieh/Kälber).
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