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Tiervermarktung

Knappes Jungkuhangebot beim Zuchtviehmarkt in Wertingen

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Zuchtverband für das Schwäbische Fleckvieh e. V.
am
20.05.2019

Die geringen Auftriebszahlen bei den Jungkühen und den weiblichen Zuchtkälbern standen im absoluten Gegensatz zum großen Bullenangebot beim letzten Zuchtviehmarkt in Wertingen. Dadurch konnte, trotz anstehender Silagearbeiten, das Preisniveau bei den Jungkühen wieder verbessert werden.

Zwei Spitzenbullen gehen an Besamungsstation

Der Besamungsverein Neustadt/Aisch sicherte sich gleich beide Spitzenbullen dieses Marktes. Der erstgereihte Walot-Sohn mit Gesamtzuchtwert 128 und Milchwert 119 konnte vor allem durch seine hervorragend vorausgesagte Eutervererbung punkten. Mit 20.000 € erzielte er auch den Tageshöchstpreis.

Aus der gleichen Kuh stammend wurde noch ein natürlich hornloser Riemenschneider-Sohn mit Gesamtzuchtwert 129 und Milchwert 125 angeboten. Er erlöste ein Höchstgebot von 15.800 €.

Die Bullen in den Deckeinsatz erzielten Gebote von 1600 bis 2400 €. Dem großen Verkaufskontingent sowie der hektischen Phase in der Außenwirtschaft geschuldet konnten nicht alle Bullen an den Mann gebracht werden.

Nachfrage konnte Angebot nicht decken

Trotz mittlerem Marktverlauf konnte das vorhandene Angebot von 47 Jungkühen die Nachfrage nicht vollständig decken. Durch das ansprechende Exterieur der vorhandenen Tiere wurde das gesamte Verkaufskontingent in die Wertklasse II eingestuft.

Im Mittel lag die gemeldete Tagesmilchmenge bei 31,6 kg Milch. Die Preisspanne bei den Geboten bewegte sich zwischen 1300 und 2100 €. Daraus resultiert ein im Vergleich zum Vormarkt verbessertes Preisniveau von 1640 €. Eine angebotene Zweitkalbskuh mit 33 kg Milch erhielt ein Gebot von 1600 €.

Schwieriger Verkauf

Mit 25 weiblichen Zuchtkälbern war das Angebot auf einem jahrelang nicht erreichten Tiefstand. Dennoch gestaltete sich der Absatz weiterhin schleppend und die Nachfrage war verhalten. Die gleichbleibende Notierung im Vergleich zum Aprilmarkt von 2,91 € netto pro kg Lebendgewicht zeigt diese Tendenz deutlich auf. Besonders schwächer entwickelte Kälber oder sehr junge Kälber hatten mit Preisabschlägen zu kämpfen.

Der Nutzkälbermarkt fand bereits in der Vorwoche statt. Die Notierung der Bullenkälber pendelte sich bei extrem hohem Durchschnittsgewicht von 100 kg bei 5,15 € netto pro kg ein. Die Nachfrage nach Kälbern im Gewichtsbereich von 85 bis 100 kg konnte wieder nicht gedeckt werden.

Die nächsten Nutzkälbermärkte finden jeweils dienstags am 4. und 18. Juni statt. Der nächste Zuchtvieh-und Zuchtkälbermarkt ist am Mittwoch, 19. Juni.

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