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Tiervermarktung

Kühe stark nachgefragt | verhaltene Preise bei weiblichen Zuchtkälbern

am Freitag, 07.08.2020 - 09:01

Die Zuchtrinderauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am 8. Juli war gekennzeichnet von einer sehr lebhaften Nachfrage bei den weiblichen Großtieren. Bei den weiblichen Zuchtkälbern konnten die guten Erlöse des Vormarktes nicht realisiert werden.

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An Zuchtbullen wurden diesmal acht hoffnungsvolle Jungbullen aufgetrieben. Der Spitzenbulle des Marktes ist ein außergewöhnlich gut entwickelter Ethos-Sohn mit sehr gutem Typisierungsergebnis, fand aber keinen Zuspruch vonseiten der Besamungsorganisationen. Er wurde folglich zum Einsatz in den Natursprung verkauft. Die Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau sicherte sich einen gut typisierten Herzpochen-Sohn aus dem Anpaarungsprogramm für den Prüfeinsatz. Nur ein weiterer sehr gut entwickelter Jungbulle wird künftig seine Dienste beim Natursprung in einer Herde verrichten.

Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit 42 frischmelkenden Jungkühen und neun Kühen mit mehr als einer Kalbungen beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchwegs mit sehr guter Qualität. Bereits vor Beginn der Versteigerung war absehbar, dass diesmal eine stärkere Nachfrage besteht. Es entwickelte sich eine sehr flotte Versteigerung, bei der die Angebote aber stets qualitätsbezogen abgegeben wurden. Besonders gefragt waren laufstallgeeignete Tiere mit guter Euteranlage. Aufgrund des doch etwas knappen Angebots konnten nicht alle Käuferwünsche erfüllt werden. Eine stärkere Beschickung des Marktes mit guten Tieren wäre wünschenswert. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1710 € ein Durchschnittspreis, der um rund 50 € höher lag als bei der Juli-Auktion. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei 30,4 kg.

Zucht- und Nutzkälber

Mit 100 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber diesmal zahlenmäßig besser beschickt. Die angebotenen Kälber überzeugten meist mit guter Entwicklung. Leider war diesmal die Nachfrage nicht so groß, sodass die Erlöse gegenüber dem Juli-Markt deutlich nachgaben. Es konnten aber alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber abgesetzt werden. Besonders gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 3. August war geprägt von einer guten Nachfrage. Bei einem Durchschnittsgewicht von 92 kg wurde ein Erlös von 5,95 € (inkl. MWSt.) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 495 € (ohne MWSt.) anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber findet in Schwandorf am 9. September statt.

Termine der nächsten Nutzkälbermärkte sind jeweils montags:

  • 24. August
  • 7. September
  • 21. September