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Tiervermarktung

Schwandorf: Zuchtrinder stark nachgefragt

am Freitag, 19.06.2020 - 12:37

Bei der Zuchtrinder-Auktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am Mittwoch, den 10. Juni 2020 war eine deutlich verbesserte Nachfrage nach Zuchttieren festzustellen. Die Erlöse zogen in allen Kategorien deutlich an.

Fleckvieh-Exclusiv-Sohn

An Zuchtbullen wurden diesmal sieben hoffnungsvolle Jungbullen aufgetrieben. Den Spitzenbullen – ein bestens typisierter Exclusiv-Sohn – sicherte sich nach längerem Winkerduell die Besamungsstation Greifenberg. Weitere zwei hervorragende Jungbullen aus dem Anpaarungsprogramm wurden an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch zum Prüfungseinsatz überstellt. Zwei weitere sehr gute Jungbullen konnten zum Einsatz in den Natursprung verkauft werden.

Hohe Milchleistung bei den verkauften Jungkühen

Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit 54 frischmelkenden Jungkühen, fünf Kühen mit mehr als einer Kalbungen und zwei Kalbinnen beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchwegs mit guter bis hervorragender Qualität. Bereits vor Beginn der Versteigerung war absehbar, dass diesmal eine stärkere Nachfrage besteht. Es entwickelte sich eine flotte Versteigerung, bei der die Angebote aber sehr qualitätsbezogen abgegeben wurden. Besonders gefragt waren laufstallgeeignete Tiere mit guter Euteranlage. Einige Tiere mit Ansagen bei der Milchqualität fanden keinen Käufer. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1.616 € ein Durchschnittspreis, der um gut 200 € höher lag als bei der Mai-Auktion. Die durchschnittliche Tagesmilchmenge der verkauften Jungkühe lag  bei sehr hohen 31,1 kg.


 

Höhere Nachfrage bei den Kälbern

Mit 103 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber diesmal gut beschickt. Die angebotenen Kälber überzeugten meist mit guter Entwicklung. Eine deutlich verbesserte Nachfrage sorgte für einen flotten Marktverlauf mit anziehenden Erlösen. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber konnten verkauft werden. Wegen der starken Nachfrage konnten nicht alle Käuferwünsche erfüllt werden. Besonders gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 8. Juni war geprägt von einer stark verbesserten Nachfrage. Bei einem Durchschnittsgewicht von 96 kg wurde ein Erlös von 5,87 Euro (inkl. MWSt.) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 561 Euro (ohne MWSt.) anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt - für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber - findet in Schwandorf am Mittwoch, den 8. Juli statt.