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Zuchtviehauktion in Schwandorf

Trockenheit drückt Zuchtviehpreise

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Rinderzuchtverband Oberpfalz
am
05.07.2019

Durchweg schwächere Erlöse waren sowohl bei den weiblichen Großtieren wie auch den weiblichen Zuchtkälbern zu verzeichnen. Große Sorge bereitet derzeit die seit Wochen anhaltende Trockenheit in der Oberpfalz.

Trotz immer wieder angekündigter Niederschläge blieb der ersehnte Regen meist vollständig aus. Mit zunehmender Sorge blicken deshalb viele Landwirte auf die meist nur knapp vorhandenen Futtervorräte. Vor allem die Maisfelder würden nun dringend Regen benötigen. Diese Umstände sind ausschlaggebend für die momentane Kaufzurückhaltung.

Hoffnungsvolle Jungbullen

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Bei den Zuchtbullen wurden diesmal 12 hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. Spitzenbulle des Marktes war ein hervorragender „Macbeth“-Sohn. Nach längerem Winkerduell sicherte sich der Besamungsverein Neustadt an der Aisch diesen Bullen. Ein hervorragend typisierter „Wendlinger“-Sohn wurde zum Tageshöchstpreis von der Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau ersteigert. Weitere zwei Bullen aus dem Anpaarungsprogramm verrichtet künftig ebenfalls seine Dienste beim Besamungsverein Neustadt an der Aisch. In Natursprung konnte ein weiterer sehr gut entwickelte Jungbulle verkauft werden.

Weibliche Großtiere

Mit 45 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen, sechs Kühen mit zwei Kalbungen und vier Kalbinnen war die Auktion mit weiblichen Großtieren diesmal der Jahreszeit entsprechend knapp beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchwegs mit guter Qualität und sehr hoher Milchleistung. Die Versteigerung der weiblichen Großtiere war von Beginn an geprägt von eher verhaltenen Geboten. Spitzenpreise waren diesmal nicht zu verzeichnen. Die Käufer legten größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere. Lediglich eine Jungkuh mit Mängeln fand keinen Käufer. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1.524 € ein Durchschnittspreis, der um fast 100 € niedriger lag als bei der Auktion im Juni. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei sehr hohen 30 kg.

Weibliche Zuchtkälber

Die Auktion der weiblichen Zuchtkälber war mit 113 angebotenen Tieren diesmal gut beschickt. Bis auf ein Tier konnten alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber abgesetzt werden. Die erzielbaren Erlöse bewegten sich auf verhaltenem Niveau. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Männliche Nutzkälber

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 01. Juli 2019 war geprägt von guter Nachfrage mit ansprechenden Preisen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 91 kg wurde ein Erlös von 5,17 Euro (incl. MWSt.) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 470 Euro (ohne MWSt.) anlegen.

 

Kategorie

Durchschnittserlös

Preisspanne

 

Bullen

8.530 €

1.850 – 20.000 €

 

Kühe

1.507 €

1.360 – 1.700 €

36,4 kg Milch/Tag

Jung-Kühe

1.524 €

1.200 – 1.840 €

30,0 kg Milch/Tag

Kalbinnen

1.415 €

1.320 – 1.620 €

 

weibliche Zuchtkälber

250 €

130 – 370 €

2,68 €/kg

männliche Nutzkälber

470 €

370 – 520 €

5,17 €/kg

(alle Preise netto)

Weitere Termine

Der nächste Zuchtviehmarkt - für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber - findet in Schwandorf am Mittwoch, 07. August 2019 statt.

Termine der nächsten Nutzkälbermärkte in Schwandorf:

  • Montag, 22. Juli 2019
  • Montag, 05. August 2019
  • Montag, 26. August 2019
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