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Tiervermarktung

Zuchtviehmarkt Ilshofen: Großauftrieb fast komplett abgesetzt

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am Dienstag, 07.05.2019 - 10:34

Insgesamt 544 Zucht- und Nutzrinder wechselten an der Auktion der Rinderunion Baden-Württemberg am Ende April den Besitzer. Etwas schleppender als vor einem Jahr gestaltete sich der Absatz der Zuchtbullen und der Jungkühe, während die Jungrinder und Kälber sehr zügig abgesetzt werden konnte.

Jungbullen

14 der 18 angebotenen Jungbullen wurden für durchschnittlich 1870 Euro verkauft. Alle angebotenen Jungbullen wurden am Vortag auf Sprungverhalten und Spermaqualität geprüft, ein in Süddeutschland einmaliger Service für die Käufer.

An der Spitze rangierte ein enorm bemuskelter Mahango-Sohn mit sehr hohem genomischen Zuchtwert, der 2250 € erlöste. Er stammte aus der Zucht der Familie Hagel aus Sulzbach-Laufen. Vom gleichen Betrieb kam auch der zweitplatzierte Jungbulle, ein sehr hoch bewerteter Madness-Sohn, der zukünftig auf einem großen Milchviehbetrieb in Ostfriesland zum Deckeinsatz kommt.

Die Preisspitze von 2500 € erreichte ein toller Imperativ-Sohn aus einer sehr langlebigen Kuhlinie vom Zuchtbetrieb Wieland in Schwäbisch Hall-Otterbach. Ebenfalls sehr gefragt war ein formvollendeter Hubraum-Sohn aus der Zucht von Otto Hennegriff aus Limbach-Balsbach und von Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen bestens zum Verkauf vorgestellt, der 2250 € erlöste.

Jungkühe

Aufgrund der zum Teil doch recht angespannten Grundfuttersituation und der zum Zeitpunkt der Auktion ungewissen Niederschlagsmengen sowie der laufenden Maisaussaat waren nur wenige Jungkuhinteressenten am Auktionsring anwesend. Nur der großen Anzahl von Kaufaufträgen war es zu verdanken, dass 45 der 50 angebotenen Jungkühe für durchschnittlich 1448 € verkauft werden konnten.

An der Spitze rangierte eine harmonische Hubraum-Tochter aus der Zucht von Familie Gailing aus Obersulm-Eschenau und vom Betrieb Schwarz aus Aspach aufgezogen und zum Verkauf vorgestellt, die kurz nach der Kalbung bereits 29,5 kg Milch leistete und 1880 € erlöste.

An zweiter Stelle ging eine euterstarke und mit Trächtigkeitsgarantie angebotene Windstone-Tochter vom Betrieb Funk aus Bühlerzell-Gantenwald (30 kg Milch), die den Tageshöchstpreis von 2320 € erzielte. Mit 2000 € folgte ihr preislich eine typische Vesuv-Tochter vom Betrieb Gommel aus Ditzingen mit bestem Fundament und Euter und dazu noch 32 kg Tagesgemelk.

Junginder

Überraschend flott verlief die Versteigerung der 121 angebotenen Jungrinder. Allerdings waren hier auch einige züchterische Hochkaräter im Angebot. Allen voran eine sehr hoffnungsvolle Herzschlag-Tochter vom Betrieb Kuhn aus Grünsfeld-Zimmern. Das deckfähige Jungrind zeigte neben bester Entwicklung ein super Exterieur gepaart mit topaktuellem Papier. 3600 € war sie ihrem neuen Besitzer wert.

Aus dem gleichen Stall stammte eine gut typisierte jährige Miami-Tochter, die 1400 € erlöste. Ebenfalls sehr gefragt war eine halbjährige Horizont-Tochter von Familie Fischer aus Schechingen, die 1040 € kostete. Bei zügigem Marktverlauf erlösten die im Durchschnitt 356 kg schweren Jungrinder 712 € je Tier.

Kälber und Fresser

Flott wurden die 49 im Durchschnitt 78 kg schweren Kuhkälber für durchschnittlich 240 € je Tier verkauft.

Auch die Nachfrage nach den 294 Fleckviehbullenkälber war wiederum sehr gut. Im Mittel erlösten die 84 kg schweren Tiere 446 € je Tier.

Acht weibliche Fresser erlösten bei einem Durchschnittsgewicht von 201 kg 445 € je Tier. Sechs männliche Fresser brachten durchschnittlich 194 kg auf die Waage und wurden für einen mittleren Preis von 683 € je Tier verkauft.

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden jeweils statt am

  • 15. Mai (Kälber) und
  • 29. Mai (Großvieh und Kälber).