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Besamung

Bulle Erbhof lebt nicht mehr

am Montag, 15.06.2020 - 10:07

Ein Fleckviehvererber mit einer außergewöhnlichen Zuchtkarriere ist abgegangen.

Fleckvieh-Bullle-Erbhof

Wie das Besamungsunternehmen Bayern-Genetik mitteilt, ist der Ausnahmevererber BG Erbhof auf Grund einer Querschnittslähmung im Alter von 9 Jahren aus der Zucht ausgeschieden.

Gezüchtet wurde Erbhof in Oberfranken von Josef Löhrlein und ging im Mai 2012 über die Auktion in Bayreuth. Angekauft mit eher knappen Zuchtwerten (GZW 125, MW 125, FW 104) legte Erbhof eine außergewöhnliche Zuchtkarriere an den Tag. Im April 2020 konnte er nach einem erneuten Anstieg Zuchtwerte von GZW 134, MW 125 und FW 107 vorweisen.

Erbhof-Tochter-Gazele

Erbhof stammt aus der Bullenlinie des Vererbers Egol, von seinem Vater Eilmon wurden nur drei Söhne angekauft. Von Erbhof selber gingen knapp 30 Söhne in die Besamung, alle haben noch den Status genomischer Jungvererber. Bisher gingen von Erbhof rund 1200 Töchter in die Zuchtwertschätzung ein.

„Er war sein ganzes Leben ein extremer Kämpfer“, der aufgrund einer chronischen Brustbeinverletzung, die er sich auf der Weide in Börnchen bei Rangordnungsduellen zugezogen hatte, immer wieder gesundheitliche Probleme zeigte, die ihn viele Jahre begleiteten. Er hatte buchstäblich mehrere Leben, so die Bayern-Genetik in ihrem Nachruf.