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MLP in Bayern 2022

MLP Bayern 2022: Weniger Milch im Schnitt

Im Schnitt gaben Bayerns Milchkühe heuer weniger Milch als im Jahr zuvor. Der zweite Rückgang in Folge.
am Donnerstag, 24.11.2022 - 16:30

Das MLP-Jahr 2021/22 ist in Summe von einem Rückgang der Milchleistung geprägt. Der Grund dürfte vor allem in der trockenheitsbedingten Grundfuttersituation in diesem Jahr zu suchen sein. Nur in Oberbayern gab es leichte Zuwächse.

Während die bayerische Rinderzucht Jahr für Jahr von aufsteigenden Tendenzen im genetischen Trend berichten kann, sorgte vor allem im Prüfjahr 2021/22 die vom fehlenden Regen geprägte Grundfuttersituation in vielen Regionen Bayerns für mehr oder weniger starke Rückgänge in der Milchleistung. Zunehmend teurer werdendes Kraftfutter dürfte ebenfalls für eine Kauf- und Einsatzzurückhaltung gesorgt haben. Die Hitze tat das Übrige. Alles in allem keine optimale Ausgangssituation für Leistungskühe, die so ihr Potential nicht voll ausschöpfen können.

Mit Material von LKV Bayern

Deutliche Rückgänge zeigen sich in Bayern in den von Trockenheit gebeutelten Regierungsbezirken Mittelfranken (– 294 M-kg), Oberfranken (–184 M-kg), Oberpfalz (– 220) aber auch Unterfranken (– 81). Lediglich im mit Niederschlag besser versorgten Oberbayern konnte die Milchmenge pro Kuh gesteigert werden (+23). In Summe aller Kühe und Rassen ging die Milchleistung in Bayern von 8148 kg auf 8071 kg zurück. Auch die Inhaltsstoffe litten im heißen Sommer. Im Fett ging es um 0,04 Prozentpunkte auf 4,19 % zurück, beim Eiweiß sogar um 0,05 auf 3,49 %. Die voll- und teilgeprüften Fleckviehkühe fielen wieder unter die 8000 kg. Genau liegen sie bei 7984 kg mit 4,19 % Fett und 3,49 % Eiweiß.

Insgesamt verlor Bayern fast 8000 Kühe unter MLP über alle Rassen. Auch die Zahl der MLP-Betriebe ging weiter zurück. Von 16788 auf 16 124 (davon sind 13 356 Herdbuch-Betriebe). Im Schnitt stehen jetzt 56,1 Kühe in einem bayerischen MLP-Betrieb.