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Tiervermarktung

Sehr stabiler Großviehmarkt in Miesbach

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Zuchtverband für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach e. V.
am
07.03.2019

Preisstabilität, erste Auswirkungen der Blauzungenkrankheit und erste stricklose Vermarktung waren, nach Auskunft des Zuchtverbandes Miesbach, die Schlagwörter für den jüngsten Großviehmarkt in der Oberlandhalle.

Stiere von guter Qualität und gefragt

Ein Stieraufzüchter konnte nicht auftreiben, da sein Betrieb neuerdings im Blauzungensperrgebiet im Landkreis Pfaffenhofen liegt und die Zeit vor dem Markt für die entsprechenden Untersuchungen zu kurz war.

Drei Stiere sicherten sich Besamungsstationen: Die zwei Remmel-Söhne Ricola und Rauch aus dem Rosenheimer und Tölzer Gebiet gingen an die CRV in Wasserburg und den Besamungsverein Neustadt/Aisch. Seewalchen-Sohn Shigani wechselte aus einem Miesbacher Bio-Betrieb zur Bayern-Genetik.

Preise waren dabei zweimal 3600 € und einmal 15.400 €. Auch die Natursprungstiere erzielten mit gut 1900 € einen ordentlichen Durchschnitt, bei einer Spannweite von 1500 € bis 2350 €. Das Merkmal P* für natürliche Hornlosigkeit wirkte sich dabei verkaufsfördernd aus.

Stricklose Vermarktung bei den Jungkühen

Bei den Jungkühen gab es erstmals die Möglichkeit, die Tiere freilaufend ohne Strick zu versteigern. Bei 26 Tieren wurde von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Diese Premiere kann insgesamt als geglückt angesehen werden.

Die 110 verkauften Jungkühe erreichten mit 1664 € nahezu das Niveau des Vormarktes, obwohl die Qualität und die Tagesmilchmenge etwas niedriger waren. Die Preisstreuung ging von 1020 bis 2350 €. Besonders begehrt waren die acht vorgezogenen Jungkühe der Wertklasse IIa. Sie brachten ihren Besitzern im Mittel 2108 € ein. Die teuersten Tiere stammten aus zwei Miesbacher und einem Tölzer Betrieb und haben ihren neuen Arbeitsplatz im Verbandsgebiet sowie in Holland und Ungarn.

Gute Nachfrage bei Kühen aus Biobetrieben

Gute Biokühe sind gesucht und auch gut bezahlt. Da auf diesem Sektor von 15 angemeldeten nur sechs tatsächlich aufgetrieben wurden, konnte die Nachfrage nicht befriedigt werden. Bei 26,5 kg Tagesgemelk wurde im Schnitt 1786 € bezahlt. 19 Jungkühe kosteten über 2000 €, während achtmal die 1300 € nicht erreicht wurden. Geringe Milchleistung, Melkbarkeit oder Zellgehalt waren die Ursachen für Mindererlöse.

Die Käuferstatistik sieht folgendermaßen aus:

  • 38 Stück bleiben im Verbandsgebiet,
  • 35 Tiere wechseln ins restliche Bayern,
  • 1 geht nach Norddeutschland,
  • 55 Tiere verteilen sich auf Belgien, die Niederlande, Südtirol und Ungarn.

Der nächste Markt in der Miesbacher Oberlandhalle findet 27. März 2019 statt.

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