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Tiervermarktung

Viehmarkt Miesbach: Starker Auftrieb und gut gefüllte Oberlandhalle

Zuchtverband für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach e. V.
am
28.08.2019

Ideales Marktwetter und die Ferien hatten so manche Bauernfamilie zu einem Marktbesuch nach Miesbach animiert. Die Stallungen waren mit 183 Tieren gut gefüllt. Die Preise behaupteten sich bei den Stieren gut, während sie bei den Jungkühen nachgaben.

Von 18 vorgestellten Jungstieren wurden 15 zu einem Durchschnittspreis von 1913 € in den Natursprung abgegeben. Die Preise schwankten dabei von 1450 bis 2600 €. Den Spitzenpreis erzielte dabei ein reinerbig hornloser Riemenschneider-Sohn aus Miesbach, der zukünftig im Siegerland für natürlich hornlose Kälber sorgen wird.

Die 6 Stiere der Wertklasse I kosteten im Mittel 2233 €. Verkaufsfördernd waren gute Entwicklung und natürliche Hornlosigkeit, negativ wirkten sich schlechte Abkalbewerte und genetische Besonderheiten aus.

Von den 155 Jungkühen wurden 150 abgegeben. Die Heimkehrerinnen und die am billigsten verkauften Tiere hatten entweder Mängelansagen, Schwächen im Exterieur oder gehörten einer anderen Rasse an. Die Spanne reichte von 860 bis 2300 €. Sechs Tiere blieben unter 1200 €. Es handelte sich dabei um rotbunte Kühe oder es gab Ansagen bezüglich Euter oder Zellgehalt.

Die teuerste Kuh, eine schwere Waldbrand.Tochter aus der Gemeinde Gmund, wird zukünftig in einem Stall in Rosenheim stehen. Die 8 durch die Bewertungskommission um Hans Stadler vorgezogenen Spitzenjungkühe kosteten im Schnitt über 2000 €. Insgesamt wurde diese 2000-€- Grenze nur siebenmal übertroffen. Der Durchschnittspreis errechnete sich am Ende mit 1571 €. Ein Grund für den Preisrückgang war auch die schwächere Milchleistung, mit 27,5 kg Tagesgemelk lag man um über einen Liter unter dem Vormonat. Und auch die Melkbarkeit war in einigen Fällen zu knapp. Das Angebot an Biotieren war bei den Jungkühen wieder zu gering.

Bei den Kalbinnen frischten einige Tiere aus der Bestandsauflösung eines Biobetriebes das Angebot etwas auf, sodass hier mit 1643 € ein passabler Schnitt herauskam. 3 Mehrkalbskühe erreichten1550 €, ein Jungrind 520 €. Des Weiteren verblieben

  • 34 Tiere im Verbandsgebiet,
  • 97 Tiere im restlichen Bayern,
  • 14 Tiere gingen in andere Bundesländern und
  • 30 Tiere wurden in andere EG-Länder verbracht.

Der nächste Großviehmarkt in der Oberlandhalle findet am 18. September statt.

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