Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Im aktuellen Heft

Züchter des Jahres: Den Hattrick geschafft

am Donnerstag, 30.04.2020 - 11:02

Zum zweiten Mal in der Geschichte des ›Züchter des Jahres‹ schafft es mit der Schürer-Hammon GbR ein Betrieb, sich drei Mal in Folge die beliebte Auszeichnung zu erarbeiten.

In den Jahren 2012, 2013 und 2014 war es Familie Oblinger, die schon einmal einen Hattrick landete. In diesem Jahr hat es die Schürer-Hammon GbR geschafft und sich den Dreifacherfolg infolge gesichert. Und das mit ordentlichem Punkte­polster vor Platz 2, der an die Familie Bürger aus Wiebelsheim geht. Auf den dritten Platz schaffte es die Familie Böhm aus Oppertshofen.

Platz 1: Schürer-Hammon GbR

rinderzucht-fleckvieh-schürer-schuerer-zuechter-des-jahres-2020-betrieb-landwirtschaft-zuechter

Mit einem beeindruckenden Ergebnis, welches sich aus elf im Auswertungszeitraum verkauften genomischen Vererbern ergibt, setzt sich auch in diesem Jahr die Schürer-Hammon GbR an die Spitze dieser Auswertung. Zum dritten Mal in Folge konnte somit die Auszeichnung nach Lehmingen geholt werden. Das ist das Ergebnis einer genomisch ausgerichteten Zuchtstrategie, bei der umfangreiche Typisierungen, eine frühe Selektion und starke Nutzung über Embryotransfer stringent umgesetzt werden und dadurch maßgeblich zum Zucht- und Betriebserfolg beitragen. Allein aus den Geburtsjahrgängen 2014 bis 2018 konnten insgesamt 61 Jungbullen in die künstliche Besamung verkauft werden.

Zehn der elf genomischen Jungvererber, die in die aktuelle Auswertung eingehen, stammen aus der überaus erfolgreichen G-Kuhfamilie. Vor allem Mint-Töchter waren die Basis vieler dieser Zuchtprodukte. Zehn der elf genomischen Jungvererber, die in die aktuelle Auswertung eingehen, stammen aus der überaus erfolgreichen G-Kuhfamilie. Vor allem Mint-Töchter waren die Basis vieler dieser Zuchtprodukte. So stammen die Hugoboss-Söhne Hansa und Himalaya aus der Mint-Tochter Glasa, einer Tochter der bekannten Manigo-Tochter Glucke, von der insgesamt sieben Bullen angekauft wurden, darunter der aktuelle Spitzenvererber Varta. Aus Garbo, einer Vollschwester zu Glasa stammen Headmaster-Sohn Holiday und Zepter-Sohn Zalando und mit Mint Geno brachte eine dritte Vollschwester den Monumental-Sohn Merlot ins Rennen.

Aus der Mint-Tochter Grand, einer Tochter von Gerbera (V: Vogt) stammt der Imperativ-Sohn Imprint. Aus ihrer Halbschwester Gerla (V: Manton) resultieren die Hendorf-Söhne Henkel und Hybrid sowie der Imperativ-Sohn Ikea. Sowohl mütterlicher- als väterlicherseits geht Vidal auf die Stammkuh Winnipeg Glocke zurück. Sein Vater ist der Valeur-Sohn Varta. Lediglich der Walfried-Sohn Waldo geht auf die L-Kuhfamilie des Betriebes zurück. Seine Großmutter brachte den Reumut-Sohn Vox.

Platz 2: Dieter Bürger GbR

rinderzucht-fleckvieh-dieter-buerger-bayern-wettbewerb-zuechter-des-jahres-2020-kuh-simmental-landwirtschaft

Die Familie Bürger ist seit Jahren eine feste Größe in den Top Ten der Auswertung zum Züchter des Jahres. In diesem Jahr konnte sie sich den zweiten Platz sichern. Zwei nachkommengeprüfte und sechs genomische Jungbullen waren die wichtigen Punktelieferanten, aber auch die Gesamtlebensleistung von rund 29 300 kg brachte Punkte, um den Vorsprung zu den weiteren Plätzen auszubauen.

Bei den nachkommengeprüften Bullen brachte es Dax aufgrund einer guten Leistungsvererbung mit überragender Eutervererbung auf inzwischen über 1500 Töchter in der Zuchtwertschätzung. Acht Söhne und neun Enkel führen die Linie weiter. Mutter Romvany brachte auch den besten Malibu-Sohn Morpheus. Aus einer Enkelin von Romvany und Vollschwester zu Morpheus (Rolex) ging der Huerde-Sohn Highway hervor. Ebenfalls aus einer Tochter von Malibu Rolex stammt der Jack-Sohn Jackson. Romvany steht auch im Pedigree des Walch-Sohnes Walchensee. Aus dem Zweig der Regio-Tochter Red Rose stammen der Imperativ-Sohn Immer sowie der Monumental-Sohn Matze. Nur einer der Jungvererber stammt nicht aus dem weit verzweigten R-Stamm, nämlich der Herzschlag-Sohn Herzkranz, seine Mutter ist die Royal-Tochter Bellami.

Platz 3: Böhm GbR

fleckvieh-rinderzucht-zuechter-des-jahres-bayern-boehm-kuh-milchkuh-wettbewerb-simmental

Auch die Böhm GbR aus Oppertshofen ist seit einigen Jahren regelmäßig in den Top Ten zu finden. 2016 holte sich die Familie zudem den Titel ›Züchter des Jahres‹. Immer wieder spielen hornlose Bullen für den Erfolg eine große Rolle. In diesem Jahr brachte der nachkommengeprüfte Bulle Evergo (Everest × Vidor) Punkte sowie fünf genomische Jungvererber. Wie Evergo stammen auch der Perfekt-Sohn Prisma und der aktuell beste Sisyphus-Sohn Sunrise aus der verzweigten K-Kuhfamilie, aus der schon zahlreiche Bullen in die Besamung gingen. Vollbrüder sind die Hugoboss-Söhne Herrlich und Happyday aus der Manigo-Tochter Amiceli. Der fünfte im Bunde ist der hornlose Maserati P*S aus der ebenfalls erfolgreichen H-Linie. Urgroßmutter Hawai brachte den Bullenvater Witam P*S.

Alle weiteren Plätze in der aktuellen Ausgabe von Rinderzucht Fleckvieh!