Umfrage DMK: Maisanbau schrumpft um 2,9 Prozent

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Die Maisanbaufläche wird in diesem Jahr vermutlich um 2,9 Prozent kleiner ausfallen. Davon geht das Deutsche Maiskomitee (DMK) nach der Umfrage eines Marktforschungsunternehmens bei Landwirten aus.

Die Maisanbaufläche dürfte in diesem Jahr leicht sinken. Davon geht das Deutsche Maiskomitee e. V. (DMK) unter Bezugnahme auf eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens KleffmannGroup aus. Im Auftrag des DMK befragten die Marktforscher 2.340 Maisanbauer in Deutschland bezüglich ihrer Anbaupläne für die aktuelle Vegetation. Die gesamte Anbaufläche von Mais geht demnach um 2,9 % oder 73.300 Hektar (ha) auf rund 2,49 Millionen (Mio.) ha zurück.

Rückgang im Maisanbau in fast allen Bundesländern

Der Rückgang verteile sich auf fast alle Bundesländer und schwanke zwischen -1 % in Schleswig-Holstein (-1.625 ha) und 4,9 % in Sachsen (-4.681 ha). Auch in Bayern (-2,0 %, -11.670 ha) und Niedersachsen (-4,7 %, -26.426 ha), die mit jeweils über 500.000 ha Maisanbaufläche den größten Anteil an der Anbaufläche aufwiesen, gehe der Anbau zurück. Leichte Ausweitungen seien nur in Brandenburg (+1 %, +2.012 ha) und Rheinland-Pfalz/Saarland (+2,1 %, +1.020 ha) zu verzeichnen.

Maisanbaufläche: 42 % für Futter, 39 % für Energie

Auf rund 42 % (1,049 Mio. ha) der gesamten Maisanbaufläche werde der Umfrage entsprechend Silomais zur Futtererzeugung angebaut. Der Anteil des Anbaus von Silomais für die Energieerzeugung liege mit gut 39 % (980.275 ha) etwas darunter. Auf circa 18 % (449.100 ha) der Fläche werde Körnermais angebaut, ein geringer Anteil davon könnte ebenfalls für die Biogaserzeugung verwendet werden. Insbesondere in Baden-Württemberg liege der Anteil des Körnermaisanbaus am Gesamtmaisanbau mit 44 % deutlich über dem Durchschnitt.

Aufgrund der Landwirtsangaben zur Maisflächenschätzung rechnen die Marktforscher auch für das kommende Jahr mit stabilen Anbauzahlen. Mit Blick auf den Anbau von Körnermais lasse sich noch keine Prognose geben. Viele Landwirte äußerten in diesem Segment Unsicherheit, die mit der Preisrelation zu Alternativkulturen in Zusammenhang stehen könnte.