Wirtschaft Energiewende als Karrieresprungbrett

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Die Branche der Erneuerbaren bietet interessante Karrierechancen. Auch wenn die Gesamtbeschäftigung im Sektor zuletzt leicht gesunken ist, sind Zukunftsperspektiven dennoch gut.

Flächendeckende Studienangebote

 

Die Agentur für Erneuerbare Energien hatte im Frühjahr anlässlich der Aktionswoche „#EnergiewendeSchaffen“ Informationen über die Karrierechancen über verschiedene Bildungswege zusammengestellt. Dabei zeigte sich, dass es überall in Deutschland Studiengänge und Ausbildungsangebote gibt, die auf die neuen Energietechnologien ausgerichtet sind. So wurden im Jahr 2016 insgesamt 234 Studiengänge angeboten, ein Zuwachs von 13 % gegenüber dem Vorjahr. Thematisch stehen naturwissenschaftliche Fächer bzw. Ingenieursstudiengänge im Fokus, aber auch Energieinformatik und Vertiefungen in den Wirtschaftswissenschaften werden immer wichtiger. Darüber hinaus gibt es auch in den Sozialwissenschaften – wie etwa in der Umweltpsychologie – neue Tätigkeitsfelder und Studieninhalte. Auch in Ausbildungsberufen, insbesondere im technischen Bereich, findet sich die Energiewende immer häufiger wieder. Und das nicht nur in Unternehmen der Kernbranche, wie etwa bei Windanlagenproduzenten, Solarinstallateuren oder Herstellern von Biogasanlagen, sondern auch in der Zuliefererindustrie, im Anlagen- und Maschinenbau sowie bei Logistik oder Spezialfahrzeugen.

Zukunftsperspektive Energiewende

Dass die Energiewende in ganz Deutschland für Beschäftigungseffekte sorgt, hat auch die von Bundesverband Windenergie, VDMA Power Systems und Offshore-Wind-Industrie-Allianz beauftragte Analyse von Windenergie Jobs gezeigt. Nicht zuletzt wird die deutsche Energiewende auch jenseits der Landesgrenzen für Arbeitsplätze sorgen, findet sie doch immer mehr Nachahmer. So können neben technologischen Lösungen auch Arbeitsplätze exportiert werden. Behält Deutschland einen klaren Energiewende-Kurs, bedeutet das auch hervorragende Zukunftsperspektiven für die Jobs in diesem Sektor.