Optimiertes Aufschlussverfahren EnviTec: Biogas-Effizienz mit Thermodruckhydrolyse steigern

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EnviTec Biogas setzt bei der Effizienzsteigerung in Biogasanlagen auf die Thermodruckhydrolyse (TDH). Das Verfahren nutzt hohe Drücke und Temperaturen um Biomasse effizienter aufschließen zu können.

"Die Thermodruckhydrolyse (...) kann universell bei allen Biogasanlagen zum Einsatz kommen und eignet sich noch dazu für alle Substrate, bei denen der Abbau der organischen Substanz - in der Regel Rohfaser - im Biogasprozess nicht ausreichend erfolgt", erklärt Dipl.-Ing. Jürgen Tenbrink, Technikvorstand des im niedersächsischen Lohne ansässigen Unternehmens EnviTec.

Neben einer nachhaltigen Steigerung der Gasausbeute, die beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen zwischen zehn bis über 60 Prozent betragen könne, ermögliche das Verfahren den Einsatz von Substraten, die bisher gar nicht, beziehungsweise nicht in hohen Mengenanteilen für Biogasanlagen geeignet gewesen seien.

EnviTec-Thermodruckhydrolyse kommt ohne Anmaischung aus

Neu ist das Verfahren jedoch nicht: "Bisher setzte man mit der Thermodruckhydrolyse bei den Inputstoffen, also der Rohware, ein. Dies ist jedoch mit einem enormen Aufwand verbunden", wird Tenbrink in einer Pressemitteilung seines Unternehmens zitiert. Denn das zusätzliche Anmaischen setze - je nach Art des hydrolysierten Materials - einen höheren Wärme- oder Kühlbedarf voraus. Auch die Störstoffbehandlung führe zu einem höheren Aufwand. Dieser Schritt entfalle bei der EnviTec-Behandlung - sie ziele allein auf die schwer abbaubaren Rohfasern aus dem Biogasprozess. Das Verfahren komme damit ganz ohne Anmaischung des Inputs aus, der Wärmebedarf sinke signifikant. Ein weiterer Vorteil liege im Ausschluss von Störstoffen und einem geringeren Durchsatz.

Das nachhaltige Verfahren macht sich auch im Geldbeutel von Anlagenbetreibern bemerkbar: Im Vergleich zwischen einer herkömmlichen Biogasanlage und einer mit TDH ausgestatteten Anlage schneide die TDH-Anlage deutlich wirtschaftlicher ab. "Durch den kostengünstigeren Einsatz schwer aufschließbaren Inputs wie Tretmist sparen Betreiber einen signifikanten Betrag", so Tenbrink weiter. Eine Reduzierung der Inputkosten könne je nach Projekt über 35 Prozent liegen.