Brandenburg Nach Havarie: Biogasanlage bekommt Schutzmauer

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Im brandenburgischen Neuruppin waren im März bei einem Unfall rund zwei Millionen Liter Gärrest bei einer Biogasanlage ausgelaufen. Damit so etwas nicht wieder passiert, soll jetzt eine Schutzmauer gebaut werden.

Durch eine defekte Dichtung sind am 2. März aus einem Gärrest-Tank der Biogasanlage im Neuruppiner Ortsteil Wuthenow rund zwei Millionen Liter Gärrest ausgelaufen. 14.000 Kubikmeter Wasser mussten darauf hin aus einem benachbarten Graben abgepumpt und 100 Kubik Erde abtransportiert werden, berichtet die "Märkische Allgemeine". Damit sich ein derartiger Unfall nicht wiederholt, will die Betreiberfirma nun einen 1,20 Meter hohen Schutzwall um das Firmengelände errichten.

Auffangbecken und Schutzwall geplant

Zusätzlich sei ein riesiges Auffangbecken auf dem Firmengelände geplant. "Kein Kubikmeter darf mehr das Grundstück verlassen", wird Christian Heck, Geschäftsführer der Betreiberfirma zitiert. Noch fehle die Genehmigung der Behörden, sobald diese vorliege, soll der Bau beginnen. Verpflichtet sei die Biogasfirma nicht, einen solchen Wall anzulegen, das habe die Untere Wasserbehörde schon unmittelbar nach der Havarie klargestellt.

Seit vergangenem Jahr gehört die Wuthenower Biogasanlage zur 2016 gegründeten Deutschen Agrar-Holding (DAH), davor der inzwischen insolventen KTG Energie.