Ausbau der Stromtrassen Interaktive Karte zeigt Fortschritte beim regionalen Stromnetzausbau

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Die Bundesnetzagentur hat eine interaktive Karte auf Ihrer Internetseite veröffentlicht, die den Stand des Stromnetzausbaus in den verschiedenen Regionen aufzeigt.

Um die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Stromnetzausbau zu vergrößern, setzt die Bundesnetzagentur nun auf Transparenz. Neben einem Bericht über die Fortschritte beim Stromnetzausbau im vergangenen Jahr 2016 stellt die Bundesnetzagentur seit kurzem auch eine interaktive Karte zum geplanten Netzausbau bereit. Daraus lässt sich für Interessierte die Frage beantworten: Wie weit ist der Stromnetzausbau in meiner Region schon vorangekommen?

Interaktive Karte zeigt: Freileitung oder Erdkabel, geplant oder genehmigt

Die interaktive Karte zeigt die Bauweise (Freileitung oder Erdkabel) aller Netzausbau-Vorhaben aus dem Bundes­bedarfsplangesetz (BBPlG) und dem Energie­leitungs­ausbau­gesetz (EnLAG). Um die Auswahl einzugrenzen, kann man die Ortssuche nutzen

Per Mausklick auf den dargestellten Trassen, erscheint eine Kurz-Übersicht zum Vorhaben sowie der Link zur entsprechenden Steckbrief-Seite. Neben den Stromtrassen auf dem Festland, gibt es auch noch Informationen zu Offshore-Anbindungsleitungen in der Nord- oder Ostsee.

Darüber hinaus gibt die Karte Auskunft über den aktuellen Stand der verschiedenen Stromtrassen: Ob sie schon geplant oder genehmigt sind, sowie die Zuständigkeiten und die verwendete Technik.

Bis Ende 2017 sollen 45 Prozent der Stromleitungen genehmigt werden

Bei der Zwischenbilanz zu den Bau- und Genehmigungsfortschritten beim Stromnetzausbau für das Jahr 2016, die die Bundesnetzagentur vergangenen Freitag vorlegte, zeigte sich, dass im Vorjahr rund 90 km neue Leitungen im Übertragungsnetz fertiggestellt wurden: ungefähr 50 km aus dem aktuellen Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG); die restlichen rund 40 km wurden bei Leitungsprojekten aus dem älteren Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) realisiert.

Bei den Stromleitungs-Vorhaben sei damit zu rechnen, dass bis Ende dieses Jahres 45 Prozent der Gesamtstrecken genehmigt werden, meldet die Behörde. Insgesamt seien rund 650 km (von etwa 1.800) aus dem EnLAG (Energieleitungsausbaugesetzt) und rund 100 km (von etwa 6.100 km) aus dem BBPlG (Bundesbedarfsplangesetz) realisiert.

Im Frühjahr folgen Informationen zu SuedLink und SuedOstLink

Im Frühjahr 2017 will die Bundesnetzagentur die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu den Großprojekten SuedLink und SuedOstLink eröffnen. Bei diesen Projekten seien durch den Erdkabelvorrang Neuplanungen notwendig geworden.

"Jeder fertiggestellte Leitungskilometer ist wichtig für die Umsetzung der Energiewende und für die Versorgungssicherheit in Deutschland. Wir rechnen damit, dass wir in diesem Jahr bei wichtigen Planungsverfahren vorankommen", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Gleichzeitig zeigt die Zwischenbilanz, welche großen Herausforderungen noch vor uns liegen."

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