Forschung Methanschlupf bei Biogasmotoren vermeiden

Biogasmotor © Axel Hirsch/CC-BY-SA-4.0 Bild vergrößern
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Wissenschaftler haben entdeckt, wie sich der Methanschlupf, sprich die Methanemissionen, bei Biogasmotoren reduzieren bzw. vermeiden lassen.

Bei der Umwandlung von Biogas oder Bioerdgas in Strom oder Wärme emittieren die beteiligten Gasmotoren CO2 und Methan.

Wie hoch der klimaschädliche Methanschlupf ausfällt und wie man ihn reduzieren kann, war bisher kaum erforscht. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Leibniz Universität Hannover haben aber nun im Rahmen eines Verbund-Projekts herausgefunden, wie diese Methanemissionen reduziert werden können.

Verbrennungs-Luftverhältnis hat größten Einfluss auf Methanschlupf

Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vergangene Woche in einer Pressemitteilung bekannt gab, fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Verbrennungs-Luftverhältnis den größten Einfluss auf die Emissionen von Kohlenwasserstoffen (THC - total hydrocarbons), zu denen Methan gehört, hat. Wandtemperatur, Volumen der Brennraumspalte, Zündsystem und Gemischbildung seien weitere wichtige Einflussfaktoren.

Abgasnachbehandlung und niedrige Temperaturen reduzieren Emissionen

Bei der Suche nach Methoden, um die Verbrennung bei Gasmotoren zu optimieren, habe die Herausforderung für die Forscher darin bestanden, Maßnahmen zur THC-Reduzierung zu finden, die weder den Wirkungsgrad verringerten noch die Stickoxid-Emissionen erhöhten. Im Ergebnis erfüllten eine Abgasnachbehandlung, hohe Kühlmitteltemperaturen und niedrige Ladelufttemperaturen diese Bedingungen am besten.

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