Deutsche Umwelthilfe kritisiert Koalitionsvertrag NRW: Fläche für Windenergie soll um 80 Prozent schrumpfen

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Die Deutsche Umwelthilfe übt Kritik an der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und FDP, wonach die Fläche für Windenergie um 80 Prozent verkleinert werden soll.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Koalitionsvereinbarung von CDU und FDP, wonach die Flächen für den Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen um 80 Prozent reduziert werden sollen. Künftig werden alle Waldflächen vom Ausbau der Windenergie ausgenommen. Die Reduktion der Flächen solle durch größere Mindestabstände von Windenergieanlagen zu Wohngebieten von 1.500 Meter erreicht werden.

In NRW haben die Erneuerbaren Energien einen Anteil am Stromverbrauch von 13 (2015) Prozent und liegen damit deutlich hinter dem Bundestrend, schreibt die DUH. Bundesweit seien es bereits 32 Prozent (2016).

Umwelthilfe: Salto rückwärts beim Ausbau der Erneuerbaren

"Dieser Salto rückwärts beim Ausbau der Erneuerbaren ist das genaue Gegenteil zu den Verpflichtungen, die Deutschland in Paris zugesagt hat und die gerade nochmals von allen Mitgliedern der G7 - exklusive den USA - bestätigt worden sind. Die CDU/FDP-Koalition untergräbt damit völkerrechtlich verbindliche Zusagen des Bundes", so Sascha Mueller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Auf Bundesebene gelte für die Windenergie längst die marktwirtschaftliche Ausschreibung. "Leider bestehen aber noch bei weitem nicht wettbewerbliche Bedingungen für Erneuerbare Energien. Dafür müssten auch gleichzeitig die Subventionen für die Kohle gestrichen und die Umweltkosten eingepreist werden. Davon ist bei der FDP nicht die Rede. Wer aber einseitigen Wettbewerb für Erneuerbare fordert, will sie in Wirklichkeit abschaffen", sagt Peter Ahmels, Leiter Energie und Klima der DUH.