Windkraftanlagen Rentenbank: Kredit-Nachfrage für Windräder steigt um 37 %

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Die Nachfrage nach Finanzierungen für Windräder ist im vergangenen Geschäftsjahr bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank um 37 Prozent (%) gestiegen. Kredite für landwirtschaftliche Projekte waren deutlich weniger gefragt.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main berichtet von einer anhaltend starken Nachfrage nach ihren Förderdarlehen. Das gesamte Neugeschäft mit Programmkrediten erreichte 2016 mit 7,7 Mrd. Euro fast wieder das Rekordniveau des Vorjahres (7,8 Mrd. Euro).

Dabei legte die Finanzierung von Windrädern im ländlichen Raum beson­ders stark zu, berichtet das Finanzinstitut in einer Pressemitteilung anlässlich seines Geschäftsberichts 2016. Das Neugeschäft in der Fördersparte "Erneuerbare Energien" zog 2016 um rund 27 % auf 1,9 Mrd. Euro (2015: 1,5 Mrd. Euro) an. Dabei erhöhte sich die Nachfrage nach Finanzierungen für Windkraftanlagen besonders deutlich um rund 37 % auf 1,5 Mrd. Euro.

In ihrer Fördersparte "Agrar- und Ernährungswirtschaft" verzeichnete die Förder­bank 2016 ebenfalls ein hohes Wachstum. Das Neugeschäft stieg um ein Fünftel auf 954,4 Mio. Euro (793,5 Mio. Euro), da der Finanzierungsbedarf für Gebäude und Betriebsmittel erheblich zunahm.

Rentenbank als Wachstumsmotor und Krisenhelfer

"Unsere zinsgünstigen Programmkredite decken ein außerordentlich breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab. 2016 waren wir Wachstumsmotor und Krisenhelfer zugleich: Während wir den Boom erneuerbarer Energien auf dem Land mit unseren Programmkrediten unterstützen konnten, war es in der Landwirtschaft vor allem in der ersten Jahreshälfte unser Liquiditätssicherungsprogramm, das vielen Betrieben half, die Preiskrisen und ihre wirtschaftlichen Folgen zu überstehen",  so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

Kreditnachfrage in der Landwirtschaft aufgrund niedriger Erzeugerpreise gedämpft

Das Neugeschäft in der Fördersparte "Landwirtschaft" war rückläufig. Mit 2,4 Mrd. Euro lag es um fast 25 % unter dem Vorjahreswert (3,2 Mrd. Euro). Ursache hierfür war die angespannte wirtschaftliche Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe, die unter niedrigen Preisen für Milch, Fleisch und andere Agrarprodukte zu leiden hatten. Allerdings entspannte sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte zusehends, so dass auch die Nachfrage nach Liquiditätssicherungsdarlehen der Rentenbank von 345,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 108,0 Mio. Euro zurückging.

Rentenbank: Förderdividende gestiegen

Zur Verbilligung ihrer Programmkredite setzte die Förderbank des Bundes für die Agrarwirtschaft und die ländliche Entwicklung 66,4 Mio. Euro ein. Hinzu kamen 3,0 Mio. Euro Zuschüsse zum Programm „Forschung für Innovationen in der Ararwirtschaft“. Einschließlich des zur Ausschüttung vorgesehenen Bilanzgewinns in Höhe von 14,8 Mio. Euro, den die Rentenbank ebenfalls vollständig für Förderzwecke verwendet, summierten sich die bereitgestellten Erträge („Förderdividende“) auf 84,2 Mio. Euro (82,9 Mio. Euro), heißt es in der Pressemitteilung zum Geschäftsbericht weiter.