Insolvenz Solarworld ist insolvent

Fertigung von Wafern bei Solarworld © Werkbild Solarworld Bild vergrößern
Modulfertigung bei Solarworld
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Am 10. Mai meldete der Bonner Solarkonzern Solarworld Konkurs an. In einer dürren Pressemeldung begründete der Vorstand diesen Schritt. Noch vor wenigen Wochen hatte Firmenchef Frank Asbeck angekündigt, mit einem scharfen Sparprogramm bis 2019 aus der Krise herauszukommen.

Die eigentliche Pressemeldung war recht dürftig: "Der Vorstand der SolarWorld AG ist nach umfassender Prüfung heute zu der Überzeugung gelangt, dass im Zuge des aktuellen Geschäftsverlaufs und der weiter voranschreitenden Preisverwerfungen keine positive Fortbestehensprognose mehr besteht, die Gesellschaft damit überschuldet ist und somit eine Insolvenzantragspflicht besteht. Für die Tochtergesellschaften der SolarWorld AG wird vor diesem Hintergrund die jeweilige Insolvenzantragspflicht geprüft. Der Vorstand wird vor diesem Hintergrund unverzüglich einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht (Insolvenzgericht) stellen."

Unmittelbar danach meldeten Nachrichtenportale vor aus dem Wirtschaftsbereich noch weitere Details. Dass der Konzern seit Jahren aufgrund der Billigkonkurrenz aus Asien  taumelte – im Jahr 2016 daraufhin einen Verlust von 92 Millionen Euro schrieb – war kein Geheimnis. Allerdings hatte Asbeck noch Ende März angekündigt, mit einem Sparprogramm bis 2019  die Verlustzone  zu verlassen.

Nun ist vor allem an den beiden deutschen Standorten in Arnstadt (Thüringen) und Freiberg (Sachsen) der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze zu befürchten. Ein Sozialplan wird bereits verhandelt.