Mindestimportpreis für Solarmodule bleibt Strafzölle auf Solarmodule aus China um 18 Monate verlängert

Solarpark Meyenburg in Brandenburg © obs/E.ON Energie Deutschland GmbH/IBC Solar Bild vergrößern
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Nachdem das EU-Gericht am Dienstag entschieden hatte, dass die Anti-Dumping-Strafzölle auf chinesische Solarmodule rechtens sind, will die EU-Kommission die Maßnahme um 18 Monate verlängern.

Am Dienstag bestätigte das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg die Rechtmäßigkeit der vor drei Jahren von der EU-Kommission eingeführten Anti-Dumping-Strafzölle auf Solarmodule aus China. Kurz darauf wurde bekannt, dass sich die EU-Kommission für eine Verlängerung der Anti-Dumping-Maßnahme entschieden hat. Laut einem Bericht von PV-Magazine, sollen die Strafzölle für weitere 18 Monate gelten.

Durchschnittlich 48 Prozent Strafzölle auf chinesische Solarmodule

Seit gut drei Jahren erhebt die Europäische Union beim Import chinesischer Solarmodule Strafzölle von durchschnittlich 48 Prozent. 26 chinesischen Unternehmen hatten beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg dagegen geklagt. Am Dienstag wies das Gericht die Klagen ab und bestätigte die Rechtmäßigkeit der Anti-Dumping-Maßnahme.

Kurz nach Veröffentlichung des Urteils wurde bekannt, dass die EU-Kommission für weitere 18 Monate Strafzölle auf chinesische Solarmodule erheben will. Zeitgleich mit der Verlängerung der Zölle solle jedoch auch eine Zwischenprüfung eingeführt werden, die zu einer schrittweisen Reduzierung der Zölle und Mindestimportpreise führe, meldet PV-Magazine. Die EU-Kommission sehe in diesen Maßnahmen einen ausgewogenen Ansatz zwischen Schutz der Solarindustrie vor gedumpten und subventionierten Photovoltaik-Importen aus China und den Interessen jener, die von diesen Importen abhingen, um ihre Produkte zu entwickeln.