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Strom selbst erzeugen

BSW-Solar: Solarstrom für Privatleute und Gewerbe wieder attraktiv

Photovoltaikanlage auf Hausdach
Symbolbild © Thomas Max Müller/pixelio.de
von , am
17.01.2017

Mit Inkrafttreten des EEG 2017 ist die Anschaffung einer Solaranlage oder eines Speichers für viele private Hausbesitzer und Gewerbetreibende wieder interessant geworden, meint der BSW-Solar.

Für eine Vielzahl an Eigenheimbesitzern und Gewerbebetrieben lohne es sich wieder, in die Errichtung einer eigenen Solarstromanlage zu investieren, meint der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Seit Inkrafttreten des EEG 2017 werden zwar die Förderung großer Photovoltaik-Anlagen nur noch über Auktionen vergeben, der überwiegende Teil privater und gewerblicher Investoren sei davon jedoch nicht betroffen. Für sie werde die Anschaffung eines eigenen Solar- und Speichersystems 2017 zum Teil sogar noch attraktiver. Nur Solaranlagen mit einer Größe ab 750 Kilowatt - im eher industriellen Maßstab - seien von der neuen gesetzlichen Regelung betroffen und müstsen künftig in eine Ausschreibung.

BSW-Solar empfiehlt die Errichtung eines Solarsystems zu prüfen

"Während die Stromtarife in den letzten Jahren schmerzlich gestiegen sind, haben gesunkene Anschaffungs- und Finanzierungskosten bei der Photovoltaik dazu geführt, dass sich die Sonnenstromernte vom eigenen Dach in der Regel bereits nach wenigen Jahren bezahlt macht. Solarstrom vom Eigenheim- oder Gewerbedach ist oft nur noch halb so teuer wie vom Stromversorger", erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der Verband empfiehlt Besitzern unverschatteter Dachflächen deshalb, in den nächsten Wochen die Errichtung eines neuen Solar- und Speichersystems ernsthaft zu prüfen.

BSW-Solar: Jede zweite Solaranlage wurde 2016 mit einem Speicher installiert

Nach Angaben des BSW-Solar sei die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen auf Gebäuden in den letzten Monaten spürbar gestiegen. Die Interessenvertretung der Solar- und Speicheranbieter seizuversichtlich, dass sich dieser Trend 2017 verstärken wird. Auch die Nachfrage nach Solarstromspeichern werde weiter anziehen.

Bald jede zweite neue Solarstromanlage wurde nach BSW-Angaben im Jahr 2016 bereits zusammen mit einem stationären Batteriespeicher installiert. Heimspeicher ermöglichten es, selbst erzeugten Solarstrom auch in den Abendstunden zu nutzen und je nach Nutzerprofil und Anlagenauslegung die solare Selbstversorgungsquote auf 60 Prozent und mehr zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Nach Verbandsangaben sind inzwischen bereits 1,6 Millionen Solarstromanlagen und über 50.000 stationäre Solarstromspeicher in Deutschland in Betrieb.

Eingespeister Strom wird mit 12 Cent pro kWh vergütet

Solarstrom, der nicht vor Ort benötigt und nicht gespeichert werde, fließe ins öffentliche Netz und werde Eigenheimbesitzern mit aktuell gut zwölf Cent pro Kilowattstunde vergütet. Auch nach dem EEG 2017 werde dieser Tarif für die nächsten 20 Jahre garantiert. Für größere Solarstromanlagen seien die Vergütungssätze etwas niedriger, da die Anschaffungskosten mit zunehmender Anlagengröße sinke.

Die Investition in einen Solarstromspeicher werde von der Bundesregierung mit günstigen Krediten und einem Tilgungszuschuss gefördert. Nach einem zeitweisen Förderstopp Ende 2016 seien die Zuschüsse seit Jahresbeginn bei der KfW wieder erhältlich.

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