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Umfrage: Speicher statt Übertragungsnetze

Bevölkerung wünscht Speicher

Strommasten und Windräder
Die Übertragungsnetzbetreiber geben am 15.10. die Höhe der neuen EEG-Umlage bekannt. © Catrin Hahn/joule
von , am
28.02.2017

Die Deutschen wünschen mit überwältigender Mehrheit den regionalen Speicherausbau statt Nord-Süd Höchstspannungsleitungen. Das hat eine
EMNID-Umfrage im Auftrag des Solarenergie-Fördervereins Deutschland (SFV) ergeben.

Deutsche bevorzugen Speicherausbau

Bundesregierung und Stromwirtschaft bremsen den Ausbau von Solar- und Windenergie und treiben den Ausbau der Nord-Süd-Höchstspannungsleitungen voran, mit der Begründung, Stromspeicher seien noch zu teuer. Nord-Süd-Leitungen seien die billigere Lösung. Deren Bau braucht aber Zeit.

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) und viele Bürgerinitiativen vertreten dagegen die Überzeugung, dass ein Ausstieg aus konventioneller Energieerzeugung ohne Stromspeicher unmöglich ist. Die  unzureichende Ausstattung stellt schon jetzt das eigentliche Nadelöhr der Energiewende dar. So müssen Kurzzeitspeicher zum Ausgleich der täglichen Schwankungen des Solar- und Windangebotes und Langzeitspeicher zur Überbrückung von wochenlangen Perioden, in denen Wind und Sonne schwächeln, sofort in großer Stückzahl produziert und dezentral installiert werden. Nur so kann eine kostensenkende Massenproduktion in Gang gesetzt und Erfahrungen im Einsatz der verschiedenen Varianten gesammelt werden.

Um herauszufinden, welche Meinung in der Bevölkerung vorherrscht, hat der SFV bei EMNID eine Umfrage in Auftrag gegeben. Der Umfragetext lautete: Derzeit werden Höchstspannungsleitungen gebaut, um Windstrom von Nord- nach Süddeutschland zu übertragen. Sollte man stattdessen Strom-Speicher in allen Regionen Deutschlands errichten, damit jede Region ihren eigenen Windstrom speichern und verbrauchen kann?

Das Ergebnis:

  • Ja-Stimmen: 67% 
  • Nein-Stimmen: 23%
  • Weiß nicht: 10%

 

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