Login
Politik EU

10.000 Tonnen Magermilchpulver lagern in Deutschland

von , am
27.02.2015

Die Beihilfen für die Private Lagerhaltung von Butter und Magermilchpulver werden von der EU bis Ende September verlängert. Deutschland hat bisher mit 10.000 Tonnen am meisten Magermilchpulver eingelagert.

Milchpulver.jpg
Die Preise für Magermilchpulver lagen Anfang Oktober unter dem Interventionspreis von 169,80 Euro. © Freer/fotolia
EU-Agrarkommissar Phil Hogan scheint ein Fan der Privaten Lagerhaltung (PLH) zu sein. Nachdem er nun gerade feste Beihilfen für die private Lagerung bestimmter Schweinefleischprodukte beschlossen hat, verlängert er nun die Private Lagerhaltung von Butter und Magermilchpulver bis Ende September 2015. Normalerweise wäre diese Maßnahme im Februar ausgelaufen. Die Beihilfen aus dem EU-Haushalt werden nun bis Ende September gewährt. Bei der Einlagerung von Magermilchpulver nimmt Deutschland mit 10.000 Tonnen mit Abstand den ersten Platz ein.

PLH soll Auswirkungen des russ. Importstopps auffangen

Die EU-Kommission hat aufgrund der negativen Auswirkungen des russischen Importstopps auf die europäische Milchwirtschaft Anfang September 2014 im zuständigen Verwaltungsausschuss Beihilfen für die Private Lagerhaltung von Butter, Käse und Magermilchpulver beschlossen. Die PLH für Käse wurde mit 23. September EU-weit beendet, nachdem diese Maßnahme in einigen Ländern - vor allem in Italien - in ungewöhnlich hohem Ausmaß in Anspruch genommen wurde.
 

Butter in privater Lagerhaltung

Für die Private Lagerhaltung wurden bisher in der EU insgesamt knapp 44.000 Tonnen (t) Butter angedient: 
  • Niederlanden:  20.400 t
  • Irland: 8.000 t
  • Belgien: 6.200 t
  • Frankreich:  5.600 t
  • Deutschland: 2.600 t
 

Magermilchpulver in privater Lagerhaltung:

Bei Magermilchpulver wurde die PLH im Umfang von 20.900 t genutzt.
  • Deutschland: 10.000 t 
  • Spanien: 4.600 t
  • Litauen: 3.000 t.
Auch interessant