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Ernährung und Gesundheit

12. Ernährungsbericht: Der gläserne Magen

pd
am
06.02.2013

Bonn - Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihren zwölften aktuellen Ernährungsbericht vorgelegt. Darin wertet die DGE die Essgewohnheiten der Deutschen im letzten Jahrzehnt aus.

Das gute Konsumklima verbesserte sich im Januar 2014 weiter. © Mühlhausen/landpixel
Bei den Trends im Lebensmittelverbrauch zeigt sich, dass wir Deutschen mehr Gemüse, Geflügelfleisch, Jogurt und Käse verbrauchen. Dagegen liegt der Verbrauch von Roggen, Kartoffeln, Butter und pflanzlichen Fetten im Abwärtstrend, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen auswertet. Die folgenden Verzehrsangaben pro Kopf und Jahr beziehen sich auf den Zeitraum von 2000 bis 2010 beziehungsweise 2011 und zeigen für einige Lebensmittelgruppen die Entwicklungen.
  • Der Verbrauch von Gemüse ist seit 2000 rechnerisch um rund 1,1 Kilogramm pro Kopf und Jahr gestiegen. Vor allem erklärt durch die Anstiege beim Verbrauch von Tomaten, Zwiebelgemüse und Möhren. Zurückgegangen ist dagegen der Verbrauch von Kohlgemüse. Auch der Kartoffelverbrauch nahm durchschnittlich um zirka 1,3 Kilogramm ab.

  • Beim Obstverbrauch ergibt sich ein Rückgang um durchschnittlich 500 Gramm, vor allem bedingt durch die Abnahme des Verbrauchs von Äpfeln.

  • Milchprodukte: Beim "weißen Sortiment" ist es der Jogurt, der immer häufiger auf dem deutschen Speisetisch steht - Anstieg seit 2000 um durchschnittlich knapp 300 Gramm. Auch der Käseverbrauch stieg um rund 120 Gramm.

  • Fleisch: Der Verbrauch von Rind- und Schweinefleisch ist in den letzten Jahren konstant. Bei Geflügelfleisch stieg er um durchschnittlich 120 Gramm.

Daten aus der Agrarstatistik

Seit Jahrzehnten stützt sich der Ernährungsbericht auf die Agrarstatistik, um Entwicklungen des Lebensmittelverbrauchs in Deutschland zu beschreiben. Diese Daten werden vorwiegend vom Statistischen Bundesamt und dem für den Bereich zuständigen Bundeslandwirtschaftsministerium zusammengestellt. Sie erscheinen jährlich im Statistischen Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
 
Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen schriebt, ergeben sich die angegebenen Verbrauchszahlen aus der Agrarstatistik und sind Zahlen über die für den Verbrauch verfügbaren Mengen an Agrarprodukten und Lebensmitteln. Das heißt, es handelt sich dabei nicht um wirklich von den Verbrauchern verzehrte Lebensmittelmengen, denn sie enthalten auch nicht verzehrbare Lebensmittelanteile (z.B. Knochen und Schalen) oder nicht für den Verzehr bestimmte Anteile (z.B. Verwendung als Tierfutter). In der Regel sind die in der Agrarstatistik ausgewiesenen Mengen höher als die tatsächlich gegessenen Mengen.
 
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