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Kitzvermähung

13 Rehkitze bei Mäharbeiten getötet: Geldstrafe für Landwirt

Rehkitz im Gras
am
02.04.2019

Nach Mäharbeiten 2018 lagen insgesamt 13 tote Rehkitze auf den Flächen eines Biolandwirts. Nun wurde der Mann aus Niedersachsen verurteilt.

Im Frühjahr 2018 hat ein Landwirt aus dem Kreis Gifhorn in Langlingen in Niedersachsen zwölf Rehkitze bei Mäharbeiten getötet. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen der Tötung eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund in 13 Fällen angeklagt. Jetzt wurde er vom Amtsgericht Celle zu einer Geldstrafe verurteilt.

Wie die Cellesche Zeitung berichtet, hatte der Mann die Tiere beim Mähen überfahren, da er das Wild vorher nicht von den Wiesen verscheuchte, so wie es eigentlich vorgeschrieben wäre.

Kitze auf Wiesen: Landwirt mäht weiter

Der Mann sei mit einem Traktor und einem Kreiselmäher ohne Rücksicht über mehrere Wiesen gefahren. Dabei sei ihm laut Anklage bewusst gewesen, dass sich auf den Wiesen Rehkitze befinden konnten. Er habe auch weiter gemäht, nachdem er die Verletzung beziehungsweise Tötung der ersten Kitze bemerkt hatte.

Das Leiden der Tiere sei ihm egal gewesen, zitiert die Cellesche Zeitung die Anklage.

Mäharbeiten für Biogasanlage

Der Landwirt war für die Versorgung einer Biogasanlage unterwegs und mähte insgesamt 20 Hektar Pachtfläche. Ein Mitarbeiter der Anlage sagte als Zeuge aus, dass der Angeklagte durchaus bemerkt habe, dass er zwei Kitze "angemäht" hatte.

Trotzdem sei er weitergefahren, ohne bei den übrigen Flächen mehr Vorsicht walten zu lassen, so die Zeitung.

13 tote Rehkitze nach Mäharbeiten

Das Resultat der Mäharbeiten: 13 tote Rehkitze. Für 12 davon sei nach Ansicht des Amtsgerichts der Biobauer verantwortlich. Das 13. Kitz wurde jedoch wohl durch die Unachtsamkeit eines Lohnunternehmers getötet, erklärt die Cellesche Zeitung.

Die meisten starben direkt durch die Messer des Mähwerks. Fünf Kitze wurden jedoch so schwer verletzt, dass sie "abgefangen" werden mussten, also den Gnadenstoß mit dem Messer erhielten.

Landwirt zeigte wenig Reue

Laut Zeitung zeigt sich der Angeklagte vor Gericht nicht überaus reumütig, versicherte jedoch, die Tiere nicht mit Absicht getötet zu haben. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, dass er den Tatbestand der "Rohheit" erfülle, konnte während des Verfahrens nicht erhärtet werden.

Der Landwirt wurde zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro verurteilt.

Mit Material von Cellesche Zeitung

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