Login
Fleischskandal

1.300 t Steroid-Schlachtfleisch auf dem EU-Markt

atl.nu/El Pais/Guardia Civil/Eva Eckinger/agrarheute
am
19.07.2016

Schlachttiere sollen in Spanien mit wachstumsfördernden Hormonen „gedopt“ worden sein. Die Guardia Civil nahm 14 Personen fest. 1.300 Tonnen Fleisch kamen auf den EU-Markt.

Wie das schwedische Fachmagazin atl.nu sowie die Guardia Civil berichten, wurde in Spanien ein Fleischskandal aufgedeckt. Schlachttiere sollen mit unerlaubten Mitteln gefüttert worden sein.

Insgesamt 1.300 Tonnen Fleisch sollen auch auf den EU-Markt gelangt sein. 14 Personen wurden festgenommen, melden die Behörden.

Wachstumsfördernde Hormone für Schlachttiere

Der Vorwurf der Guardia Civil: Schlachttiere wurden mit wachstumsfördernden Hormonen, sogenannten Steroiden, gefüttert, um schneller mehr Masse zuzunehmen. Bereits 2014 seien die Betrüger ins Visier der Ermittler gerückt, so atl.

30 Betriebe und Anlagen seien nun kontrolliert worden. Auch Proben wurden dort sowie in den Schlachtereien genommen.

150 Proben mit hohen Steroid-Werten

Untersucht wurden 150 Proben Fleisch, Futter sowie Urin. Mit eindeutigem Ergebnis, weit über dem annehmbaren, erlaubten Niveau, berichtet die spanische Zeitung El Pais. Die Razzien wurden gleichzeitig in den Provinzen Huesca und Zaragoza (Region Aragón) sowie in Lleida (Katalonien) durchgeführt.

Kriminelle Gruppe mit Kontakten in EU-Länder

14 Personen, zwischen 43 und 73 Jahre alt, sitzen nun im spanischen Arrest. "Hier handelt es sich um eine kriminelle Gruppe, welche die verbotenen Substanzen in Umlauf gebracht und das Fleisch dann später verkauft hat", so die Guardia Civil in einer Mitteilung.

Laut den Behörden habe die kriminelle Gruppe auch Kontakte in mehrere andere Länder sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU.

1300 Tonnen Doping-Fleisch in Umlauf

Wie El Pais berichtet, sei es durch die verbotenen Stoffe gelungen, jedes Tier 40 bis 60 Kilogramm schwerer zu "dopen". Etwa 1.300 Tonnen des betreffenden Fleisches sind auf den Markt gelangt. Betroffen sind EU- sowie Nicht-EU-Länder.

Fleischskandal: Kriminelle bringen 1.300 t Steroid-Fleisch in den Markt

Auch interessant