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Umwelt

2012 - Teuerstes Jahr für Ernteversicherer

von , am
24.01.2013

In 2012 haben Wetterextreme wie die Dürre in den USA zu radikalen Ernteausfällen geführt. Für die Versicherungsbranche war das vergangene Jahr das Teuerste seit es Ernteversicherungen gibt.

Luftaufnahmen des Dürregebietes in Colorado/USA. © Lance Cheung/USDgov/flickr.com
Überschwemmungen, Dürre und andere Wetterextreme belasten die Versicherungen so stark wie nie zuvor. "2012 war für die Versicherungsbranche das teuerste Jahr seit es Ernteversicherungen gibt", erklärte Karl Murr, Leiter des Geschäftsbereichs Agro der Münchner Rückversicherung (Munich Re), gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Vor allem die extreme Trockenheit in den USA kam die Versicherungen teuer zu stehen. "Dürren werden sicher zu einem der größten Probleme des Jahrhunderts, das vor uns liegt", sagte Murr. Auch andere Wetterextreme wie Überschwemmungen und Stürme würden zunehmen. Eine Ursache dafür sei der Klimawandel.

US-Dürre kam teuer zu stehen

Die Dürre in den USA gehörte aus Sicht der Munich Re zu den größten Naturkatastrophen des vergangenen Jahres. Die extreme Trockenheit von Juni bis September führte im mittleren Westen der USA zu Ernteausfällen, die einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 20 Milliarden US-Dollar (15 Mrd. Euro) auslösten. Drei Viertel des Ernteschadens waren dort nach Angaben von Murr durch Versicherungen abgedeckt. Fast 50 Prozent der Anbaufläche war betroffen. "In den Kornkammern Iowa, Indiana und Illinois lagen die Ausfälle sogar bei 70 Prozent. Auf vielen Maisfeldern waren Totalausfälle zu verzeichnen. Die Pflanzen sind zwar gewachsen, haben aber keine Früchte ausgebildet", betonte Murr. Ernteausfälle durch Dürre gab es auch in Russland, Kasachstan, der Ukraine, Brasilien und Argentinien. Auch in Europa macht extreme Trockenheit den Landwirten zu schaffen.

 

Ackerbauliche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

 
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