Login
Ernährung und Gesundheit

23.000 Jahre: Landwirtschaft deutlich älter als angenommen

Thumbnail
Eva Eckinger, agrarheute
am
23.07.2015

Landwirtschaft ist die Grundlage menschlicher Kultur. Nun zeigt eine Studie, dass es erste Kultivierungsversuche von Getreide schon viel früher gab, als bisher angenommen.

Für Wissenschaftler beginnt die Landwirtschaft in der Jungsteinzeit, vor etwa 12.000 Jahren. Damals begann der Mensch mit dem Anbau von Pflanzen. Doch neue Untersuchungen aus Israel zeigen nun:
 
Versuche mit der Kultivierung von Getreide gab es schon 11.000 Jahre früher. Dies berichtet das Fachmagazin "PLOS ONE".

Hafer, Gerste, Emmer - und Unkräuter

Die Untersuchung einer 23.000 Jahre alten Siedlung in Israel zeigt: Weit bevor Menschen den gezielten Ackerbau vorantrieben, startete man erste Experimente mit dem Anbau von Getreide. Denn man fand neben Resten von wildem Getreide (Hafer, Gerste, Emmer) auch 13 verschiedenen Arten von Unkräutern, die sich vor allem in der Nähe bewirtschafteter Flächen ansiedeln.

Grundlegende Kenntnisse der Landwirtschaft

Wie die Forscher um Ehud Weiss mitteilen, erprobten Menschen in der Siedlung Ohalo II am See Genezareth also schon etwa 11.000 Jahre früher als bisher angenommen die Kultivierung von Getreide.
 
Allerdings nimmt man an, dass die Menschen diesen ersten Ackerbau-Versuch in der Region wieder beendeten.
 
Weiss berichtet: "Bereits vor der Entstehung eines voll-entwickelten Landbaus hatten Menschen grundlegende Kenntnisse von Landwirtschaft und - noch bedeutsamer - sie handelten vorausschauend und planten."
Auch interessant