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Ernährung und Gesundheit

25 Tonnen Essen 'gerettet'

pd/rk
am
20.02.2014

Köln - Erfolg für die Essensretter: Rund 25 Tonnen Lebensmittel hat die Internetplattform www.foodsharing.de nach einem Jahr ihres Bestehens "gerettet".

Vor etwas mehr als einem Jahr, im Dezember 2012, ging die Plattform www.foodsharing.de online. Hinter der Internet-Börse fürs Essenteilen steht der gemeinnützige Verein Foodsharing. Er gibt Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit, gut erhaltene und nach dem Lebensmittelrecht essbare, genießbare Lebensmittel kostenlos anzubieten und abzuholen. Die Grundidee, die hinter foodsharing.de steckt, heißt: Lebensmitteln, die Wertschätzung zu verschaffen, die sie verdienen.

30.000 Essenretter sind dabei

Die Nutzung von Foodsharing.de ist kostenlos und leicht zu bedienen. Der Verein erklärt, Nutzer können im eigenen Postleitzahlenbereich oder im Kilometerumkreis nach Lebensmitteln suchen und Anbieter können einen Essenskorb bereitstellen.
 
Mittlerweile seien 30.000 Essensretter auf der Webseite registriert und haben 25.000 Kilo Lebensmittel geteilt, die sonst in die Abfalltonne gewandert wären. 1.800 sogenannte Foodsaver seien dafür im Einsatz. Ihre Aufgabe: Sie holen regelmäßig überschüssige Lebensmittel von Supermärkten, Bauern und Restaurants ab und verteilen sie beispielsweise in Einrichtungen, die Bedürftige unterstützen, oder in Studentenwohnheimen.

Filmemacher rief Website ins Leben

Initiator der Website ist Valentin Thurn. Der Filmemacher hatte mit seinem Film "Taste the Waste" 2011 auf das gigantische Ausmaß der Lebensmittelverschwendung erstmals aufmerksam gemacht. Laut Thurn seien zwei Drittel der Nutzer sind weiblich und aus der Altersgruppe der 20- bis 35-Jährigen. "Damit erreichen wir genau jene Zielgruppe, die laut der Studie des Ernährungsministeriums am meisten wegwirft", so der Vorsitzende Thurn.
 
Die besagte Studie hat ermittelt, dass Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte jährlich knapp 11 Millionen Tonnen (Mio. t) Lebensmittel als Abfall entsorgen. 61 Prozent der gesamten Lebensmittelabfälle, 6,7 Mio. t pro Jahr, entsorgen Privatpersonen über Restmüll, Biotonne, Ausguss und Kompost oder verfüttern sie an Haustiere. Umgerechnet wirft jeder Bundesbürger pro Jahr 81,6 Kilogramm (kg) Lebensmittel weg. 53 Kilo wären vermeidbar, das entspricht einem Wert von 235 Euro.
 
Für weitere Ergebnisse aus der Studie des Ernährungsministeriums klicken Sie hier.
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