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Lebensmittelhandel

3 Cent/l mehr: Aldi erhöht Milchpreise leicht

Milch wird ausgegossen
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
02.05.2017

Für Milch zeichnet sich ein leichter Preisanstieg im deutschen Lebensmittelhandel ab. Aldi Süd kündigte Steigerungen von 4,6 bis 5 Prozent an.

Nach dem Stichtag der neuen Halbjahresverträge mit Molkereien heben die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd ihre Preise für Milch um bis zu fünf Prozent an. Im Detail hoben Aldi Nord und Aldi Süd Anfang Mai ihre Preise für Frischmilch und H-Milch am Dienstag um jeweils 3 Cent je Liter an, wie die Unternehmen auf Anfrage mitteilten. Je nach Fettgehalt kostet der Liter damit nun 63 Cent beziehungsweise 68 Cent. Das entspricht Steigerungen von 4,6 und 5 Prozent.

Auch laktosefreie Milch wurde bei den beiden Schwesterunternehmen teurer. Aldi Süd hob auch den Preis für seine bayrische Bauernmilch an.

Der 1. Mai ist der Stichtag für neue Halbjahresverträge zwischen Molkereien und Handelskonzernen für Trinkmilch sowie eine Reihe von Milchprodukten in unteren Preislagen. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarkt-Riesen. Daher wird erwartet, dass weitere Lebensmittelhändler bei den Anhebungen mitziehen.

Auch Butter wird teurer

Aber auch Butter wird Anfang Mai um bis zu 8,4 Prozent bei den beiden Discountern teurer und kostet nun wieder so viel wie schon zum Jahresbeginn 2017. Das 250-Gramm Stück Deutsche Markenbutter kostet seit Dienstag bei Aldi Nord 1,29 Euro. Das sind 10 Cent beziehungsweise 8,4 Prozent mehr als bisher. Bei Aldi Nord stiegen zudem auch die Preise für Bio-Butter und irische Butter um jeweils 10 Cent je Packung. Aldi Süd äußerte sich am Dienstag zunächst nicht zu den Butterpreisen.

Die Milchwirtschaft berichtet von einer starke Nachfrage nach Butter durch die Lebensmittelindustrie. Im Export liefen insbesondere die Geschäfte mit Käse gut. Die schwere Krise der Milchbauern in den vergangenen Jahren ist nach einer Verbandseinschätzung noch nicht ausgestanden. Zahlreiche Bauern müssten Kredite zurückzahlen.

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen wies darauf hin, dass lose Butter für die Lebensmittelindustrie derzeit sogar teurer sei als die abgepackte Butter für die Endverbraucher. "Im Moment ist dieses Phänomen da", sagte Sprecher Frank Maurer. Dies zeige die starke Butter-Nachfrage durch die Lebensmittelindustrie. Wie der Milchindustrie-Verband berichtet, ist die Nachfrage nach Butter und Käse auf den internationalen Märkten derzeit groß.

Mit Material von dpa

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