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Interview

3 Fragen an den rappenden Landwirt Andi Luff

Andi Luff in Hocke vor Traktor
am Dienstag, 10.08.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

YouTuber Andi Luff hat bereits sein drittes Musikvideo veröffentlicht. Wieder mit dabei: die Landwirtschaft. Hofheld hat nachgefragt, was dahintersteckt.

Andi Luff ist 25, kommt aus Rheinland-Pfalz und hat als Winzer nicht nur beruflich mit der Landwirtschaft zu tun. Bereits im Dezember bewies er mit der Veröffentlichung seines ersten Musikvideos, dass Rap und Landwirtschaft zusammenpassen (agrarheute berichtete). Vergangenen Freitag hat er bereits seinen dritten Song veröffentlicht – und wieder ist die Landwirtschaft Thema. Unser Junglandwirteportal Hofheld hat nachgefragt, was ihn dazu inspiriert.

Andi, seit wann träumst du davon, eigene Songs zu schreiben?

Ich habe schon zu Teenie-Zeiten immer Rap und HipHop gehört und habe mich immer mehr damit befasst. Da fängt man natürlich an zu träumen, dass so ein eigener Song schon cool wäre … Irgendwann habe ich dann selbst angefangen zu texten und als dass dann mit meinem YouTube-Kanal anfing, hatte ich eine entsprechende Plattform und habe das mit dem eigenen Song einfach mal ausprobiert. Ich möchte damit meiner Kreativität Ausdruck verleihen. Einfach die Kunst ausleben und nicht nur Hörer sein.

Woher kommt die Inspiration für deine Lieder?

Vieles fällt mir einfach tagsüber beim Arbeiten auf dem Weingut ein. Vor allem Metaphern und Vergleiche, die man im Rap häufig nutzt. Dazu mache ich mir dann Notizen und abends setze ich mich hin und schreibe alles zu einem Song zusammen. Die Themen ergeben sich dabei oft von selbst. Beim neuesten Song „Volle Pulle“ war es stattdessen so, dass ich einfach etwas partymäßiges machen wollte. Da habe ich mir dann explizit dazu Gedanken gemacht.

In deinen Texten und Videos ist die Landwirtschaft immer wieder Thema. Warum?

Zum einen will ich damit herausstechen – Rap und Landwirtschaft gibt es so noch nicht zusammen. Zum anderen ist Rap mal eine ganz andere Art, die Themen der Landwirtschaft und des Dorflebens zu transportieren und an die Menschen heranzutragen. Dabei spiele ich auch mit den Gegensätzen zwischen dem Dorfleben und dem Bild, dass die typsichen Rap-Videos zeigen. So hatte ich im ersten Video statt dicken Autos eben einen dicken Traktor.

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