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Wirtschaft

Die 3-Top Investitionen der Landwirte

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Anke Fritz, agrarheute
am
28.04.2015

Auch im Jahr 2014 investierten die deutschen Landwirte in die Modernisierung ihrer Betriebe. 2,7 Milliarden Euro stellte die Rentenbank bereit. Die Ausgaben für Flächenkäufe haben sich deutlich gesteigert.

Wie die Landwirtschaftliche Rentenbank in ihrem Geschäftsbericht schreibt, führte die Entwicklung auf den Agrarmärkten  2014 trotz niedriger Zinsen zu einer rückläufigen Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft. Als Folge sank die Nachfrage nach Programmkrediten der Rentenbank in den Fördersparten "Landwirtschaft" und "Ländliche Entwicklung". Dagegen stiegen die Neuzusagen in der Sparte "Erneuerbare Energien". Mit insgesamt 6,9 Milliarden Euro (Mrd. Euro.)  erreichte die Rentenbank beim Neugeschäft mit ihren zinsgünstigen Programmkrediten fast das Rekordniveau des Vorjahres von  7,2 Mrd. Euro.

2,7 Milliarden Euro investiert

In der Fördersparte "Landwirtschaft" finanzierte die Rentenbank schwerpunktmäßig klassische landwirtschaftliche Investitionen. Insgesamt wurden 2014 dafür 2,7 Mrd. Euro zugesagt. 2,8 Mrd. Euro waren es im Jahr 2013. Trotz der rückläufigen Entwicklung auf den Agrarmärkten investierten viele Landwirte in die Modernisierung ihrer Betriebe. Davon entfielen 1,1 Mrd. Euro (1,2 Mrd. Euro) auf Programmkredite zu besonders günstigen Top-Konditionen, die u. a. von Junglandwirten in Anspruch genommen werden können. Junglandwirte finanzierten dabei insbesondere den Bau von neuen Ställen. 

1. Stallbauten

Für Gebäude, insbesondere Stallbauten, stellten die Rentenbank 1303,2 Mio. Euro  an Förderkrediten bereit. Anhaltend hoch war die Nachfrage nach Finanzierungen für Rind- und Milchviehställe. Hierfür sagte die Bank 605,2 Mio. Euro  zu. Die hohen Milchpreise in den letzten Jahren und das bevorstehende Auslaufen der Milchquote schafften Anreize für Milchviehhalter, in neue Ställe zu investieren. In vielen Bundesländern bestand ergänzend zu Förderkrediten die Möglichkeit, Agrarinvestitionsförderprogramme bei Maßnahmen zu nutzen, die über die rechtlichen Mindeststandards im Umwelt- und Tierschutzbereich hinausgehen. Diese Angebote wurden überwiegend von Milchviehhaltern für den Bau moderner und tiergerechterer Ställe in Anspruch genommen. Die Kreditzusagen lagen mit 220,9 Mio. Euro  für Schweineställe und mit 83,8 Mio. Euro  für Geflügelställe unter dem Vorjahresniveau von  299,1 Mio. Euro bzw. 145,1 Mio. Euro.

2. Maschinen

Für Maschineninvestitionen stellte die Rentenbank 634,6 Mio. Euro bereit. Im Jahr zuvor waren es 577,0 Mio. Euro. Wie die Rentenbank in ihrem Geschäftsbericht schreibt, nimmt das Leasinggeschäft mit Maschinen weiter zu.

3. Flächenkäufe

Für Flächenkäufe wurden 625,1 Mio. Euro beansprucht. Im Vergleich: 2013 wurden 571,4 Mio. Euro beansprucht. Die höheren Finanzierungen von Flächenkäufen im Vergleich zum Vorjahr gingen einher mit gestiegenen Bodenpreisen. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern stieg die Nachfrage nach Flächenfinanzierungen um 30,8 Prozent auf 319,8 Mio. Euro. Darin ist der Flächenerwerb durch den Kauf bestehender Betriebe nicht enthalten.

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