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Aggressiver Hahn

37.000 Euro Schmerzensgeld nach Gockel-Angriff

Hahn im Portrait
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Eva Eckinger, agrarheute
am
02.02.2018

Ein Bauaufseher wurde während seiner Arbeit von einem kampflustigen Hahn angegriffen. Dabei brach er sich einen Wirbel. Nun müssen die Besitzer des Gockels hohes Schmerzensgeld bezahlen.

Im Sommer 2013 wurde ein Bauaufseher während Straßenbauarbeiten im oberbayerischen Landkreis Ebersberg von einem aggressiven Gockel angegriffen. An den Folgen der Attacke würde der Mann laut eigenen Angaben heute noch leiden, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ). Jetzt wurden die Besitzer des Hahns zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 37.000 Euro verurteilt.

Wirbelbruch nach Angriff durch Gockel

Als der heute 53-jährige Kläger 2013 von dem kampflustigen Gockel angegriffen wurde, hatte er versucht, dem Tier auszuweichen. Dabei sei er laut SZ rückwärts gestolpert und auf die Straßenkante gefallen. Die Folge: Er brach sich durch den Sturz einen Lendenwirbel. Der Hahn aber hätte nicht von ihm abgelassen und ihn weiter angegriffen, bis er sich in ein Nachbarhaus habe retten können.

Opfer des Hahn-Agriffs leidet unter Spätfolgen

Nach dem Angriff musste er mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt werden, fast einen Monat war er auf Reha, so die SZ. Bis heute habe er Schmerzen und sei in Behandlung. Zudem musste der Bauaufseher seine Arbeitszeit reduzieren und einen Nebenjob aufgeben. Ganz zu schweigen von den Einschränkungen im Alltag, wie der Mann laut Süddeutscher Zeitung erklärt. Zum Beispiel könne er keinen Bierkasten mehr heben.

Besitzer des Gockels müssen Schmerzensgeld zahlen

In erster Instanz wurde ihm ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro zugesprochen. Zwar wurde ein Anspruch auf Verdienstausfall abgelehnt, doch die Besitzer des Gockels sollten für alle künftig entstehenden Schäden haften, so die SZ. Das aber reichte dem Kläger nicht und er ging in Berufung.

Nun sprach ihm das Oberlandesgericht in einem Vergleich zusätzlich zu den 10.000 Euro noch 27.500 Euro Schadenersatz zu. Die Haftpflichtversicherung der Beklagten müsse dem Vergleich aber noch zustimmen.

Aggressiver Hahn wurde geschlachtet

Im Gericht wurde auch das Schicksal des aggressiven Gockels kurz erwähnt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Für den kampflustigen Hahn ging seine Attacke auf den Bauaufseher nicht gut aus. Die Besitzer haben die Hühnerhaltung daraufhin aufgegeben. Denn so einen Vorfall wollten die beiden kein zweites Mal erleben, erklärte ihr Anwalt. Der Gockel selbst wurde inzwischen geschlachtet.

Mit Material von Süddeutsche Zeitung, Die Welt

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