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Verdacht auf Veruntreuung

6 Mio. Euro: Oberlandesgericht bestätigt Urteil gegen Lothar Lampe

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
27.01.2017

Das Oberlandesgericht Celle hat das Urteil gegen den Ex-Landvolk-Vorsitzenden Lothar Lampe bestätigt. Die drei Beklagten sollen insgesamt 6 Mio. Euro wegen Untreue zurückzahlen.

Das Oberlandesgericht Celle hat am Mittwoch das Urteil gegen den ehemaligen Landvolk-Vorsitzenden Lothar Lampe bestätigt. Es geht um die Veruntreuung von Millionen aus der Kasse vom Landvolk Diepholz. Zusammen mit Lampe waren noch das Windenergie-Unternehmen Westwind sowie deren Geschäftsführer Gerard Meindertsma beklagt. Der neunte Zivilsenat am Oberlandesgericht Celle entschied am Mittwoch, dass für 3,41 von den insgesamt sechs Millionen Euro alle drei Beklagten gesamtschuldnerisch haften.

Das Verfahren läuft seit mehr als drei Jahren. Im Februar 2016 hatte das Landgericht Verden Lampe zu einer Zahlung von rund 7,5 Mio. Euro verurteilt.

Das Oberlandesgericht bestätigte mit dem Urteil die Vorwürfe in folgenden Fällen:

  • Zahlungen von 1,19 Mio. Euro an nicht autorisierten Spenden
  • Zahlungen von 2,075 Mio. Euro an nicht gerechtfertigten Beraterhonoraren
  • Zahlungen von 2,8 Mio. Euro an "unter Dritten", darunter Unternehmen an denen Lampe beteiligt war

Der Senat hat keine Revision zugelassen, das Urteil ist damit jedoch noch nicht rechtskräftig. Da eine Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingereicht werden kann.

Hintergrund zum Fall Lampe

Im Juni 2013 wurden erstmals Vorwürfe laut, dass Lampe in seiner Funktion als Geschäftsführer der Landvolk Dienstleistungs GmbH Geld bei der Errichtung von Windparks veruntreut haben soll. Wie die Land und Forst berichtet, war zunächst nur von einer Million Euro die Rede. Ziemlich schnell stellte sich aber heraus, dass Lampe mit der Projekt- und Betreibergesellschaft Westwind mehr verband, als eine einfache Geschäftsbeziehung. "Lampe kassierte immer doppelt", beschrieb ein Prozessbeobachter das Vorgehen.

Zum einen verhandelte er mit Westwind den Windpark-Rahmenvertrag. Dabei flossen enorme Beraterhonorare. Zum anderen sicherte er sich selbst großzügige Anteile an den begehrten Windparks und profitierte von den Ausschüttungen.

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