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Vogelgrippe

60.000 Puten gekeult, Menschen unter Beobachtung

© Mühlhausen/landpixel
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Eva Eckinger , agrarheute
am
20.01.2016

In den USA sind zahlreiche Betriebe von der Geflügelpest betroffen. Es handelt sich um die neue, hochansteckende Form H7N8. Auch Menschen stehen unter Beobachtung.

Erneut einen harten Schlag haben die Putenzüchter in den USA zu verkraften. Mindestens zehn Geflügelbetriebe sind von einem neuen Ausbruch der Vogelgrippe betroffen. Es handelt sich um eine neue, hochansteckende Form des Virus, so das Fachmagazin ATL. Sie soll durch Wildvögel übertragen worden sein.

Vogelgrippevirus H7N8 sei ‚hochansteckend’

Wie das ATL.nu berichtet, wurden 60.000 Puten umgehend gekeult, als der erste Ausbruch bei einem Betrieb im Südwesten des Bundestaates Indiana entdeckt wurde.

Nach der ersten Meldung seien mindestens zehn weitere Fälle hinzugekommen, die vom Virusstamm H7N8 betroffen sind. Amerikanische Behörden bezeichnen diese Form als "hochansteckend".

Neue Virusform: Möglicherweise Ansteckungsgefahr für Menschen

Die betroffenen Betriebe stehen nun unter Quarantäne und das dort befindliche Geflügel wird gekeult. Wie The Gazette berichtet, hätten es die US-Behörden mit diesem Virusstamm bisher noch nicht zu tun gehabt.

Die Landwirtschafts- und Gesundheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, Gefahren einzudämmen, die vom Virus möglicherweise auch auf den Menschen ausgehen. Angestellte und Anwohner der Betriebe sind laut Reuters nun unter Beobachtung gestellt.

Neuer Geflügelpestausbruch: Behörden besorgt

Bereits 2015 hatte die USA mit der Geflügelpest zu kämpfen. Der damals schwächeren Virusform sowie den jeweiligen Bekämpfungsmaßnahmen fielen 48 Millionen Tiere zum Opfer.

Laut ATL seien die Behörden "sehr besorgt über die Lage". Man arbeite fieberhaft an der Entwicklung von Strategien, um das Virus einzudämmen.

Elektronische Ohrmarken in der Schweinehaltung

Mit Hilfe von Ultra-Hochfrequenz-Technik (UHF)  können die Aktivitäten eines Tieres im Stall überwacht werden. © Universität Hohenheim/Sacha Dauphin/ah
Wenn ein Tier auffallend selten die Hot-Spots aufsucht, kann das etwa ein Hinweis auf eine Erkrankung sein, die kontrolliert werden muss. © Universität Hohenheim/Sacha Dauphin/ah
Die UHF Technik kann auch ein sogenanntes Hot-Spot-Monitoring ermöglichen. Damit werden die Aktivitäten eines Tieres an Trog, Tränke und Beschäftigungsmaterial überwacht. © Universität Hohenheim/Sacha Dauphin/ah
Agrartechniker der Universität Hohenheim entwickelten zusammen mit Firmenpartnern Ohrmarken, Transponder und Lesegeräte. © Universität Hohenheim/Sacha Dauphin/ah
In der Tierhaltung versprechen UHF-Transponder und -Lesegeräte künftig viele Anwendungsmöglichkeiten unter anderem beim Management, der tierindividuellen Fütterung und bei der frühen Erkennung von Krankheiten. © Universität Hohenheim/Sacha Dauphin/ah
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