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Politik EU

650 EP-Abgeordnete lehnten Saatgutverordnung ab

© landpixel
von , am
11.03.2014

Strassburg - Der Vorschlag der EU-Kommission zur Saatgutverordnung wurde vom Europäischen Parlament mit entschiedener Mehrheit abgelehnt.

Die eingesparten Gelder sollen in die Krisenhilfe fließen. © Mühlhausen/landpixel
"In Europa wird es keine Zwangs-Registrierung von Saatgut geben", so der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Markus Ferber. Der umstrittene Vorschlag der EU-Kommission wurde vom Europäischen Parlament mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. 650 Abgeordnete stimmten gegen den Kommissions-Entwurf. Nur 15 Stimmen erhielt der Vorschlag. Die Pläne hätten den EU-Staaten zu wenig Spielraum gelassen, bemängelte der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, der Sozialist Paolo De Castro aus Italien.
 
Kritiker hatten zudem vor Nachteilen für seltene Sorten gewarnt. Die EU-Kommission wollte den Verkauf von Saatgut nach eigenen Angaben erleichtern.
 

Entwurf bald vom Tisch

Die EU-Kommission hatte in ihrem Verordnungsentwurf vorgeschlagen, dass Saatgut erst nach einer europaweiten Registrierung mit Eintrag in einem Zentralregister verkauft werden darf. Die Kommission verweigerte im Anschluss eine Überarbeitung des Entwurfs. Die Entscheidung liegt nun beim Rat. Sollte er die Position des Parlaments stützen, ist die EU-Saatgutverordnung endgültig Geschichte.
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