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Ausbildung

7 Fakten zur landwirtschaftlichen Ausbildung

Eine Landwirtin schraubt an der Rückseite eines Traktors
am Dienstag, 01.09.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die klassische Ausbildung ist ein beliebter Weg, um in den Traumberuf Landwirt einzusteigen. Wir beantworten wichtige Fragen dazu.

32.331 Auszubildende, 12.933 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, 10.089 erfolgreich abgeschlossene Ausbildungen und 24.348 Personen, die ausbilden. So lauten die Fakten zum Thema berufliche Bildung im Bereich Landwirtschaft des Statistischen Bundesamts (Stichtag 31.12.2019). Nachfolgend erhalten sie die wichtigsten Infos zu diesem beliebten Bildungsweg:
  • Ausbildungsberufe im Bereich Landwirtschaft
  • Inhalte
  • Voraussetzungen für die landwirtschaftliche Lehre
  • Dauer der landwirtschaftlichen Ausbildung
  • Verdienst als Landwirt
  • Berufsschancen
  • Weiterbildungsmöglichkeiten

Welche Ausbildungsberufe gibt es im landwirtschaftlichen Bereich?

Insgesamt gibt es 14 sogenannte grüne Berufe. Zur Landwirtschaft gehören im engeren Sinn die Ausbildungsberufe Landwirt, Fachkraft Agrarservice und Tierwirt.

Welche Kompetenzen erlerne ich bei einer landwirtschaftlichen Ausbildung?

Auf dem Lehrplan stehen der Umgang mit Tieren, Pflanzen und der Umwelt. Auch der Einsatz von moderner Technik und betriebswirtschaftliche Themen sind Teil der Lehre.

Welches sind die Voraussetzungen für eine landwirtschaftliche Ausbildung?

Voraussetzung für die Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss. Zudem ist ein gutes handwerkliches Geschick für die praktische Arbeit am Hof von Vorteil. Auch ein naturwissenschaftliches, mathematisches und technisches Verständnis sowie wirtschaftliches Denken sind für die Ausbildung nützlich. Das ist beispielsweise bei der Anschaffung von neuen Anlagen oder Maschinen wichtig, um zu kalkulieren, ob sich deren Kauf lohnt. Zuletzt sollte die Liebe zur Natur und zum Umgang mit Tieren nicht fehlen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre und findet im sogenannten dualen System statt. Das bedeutet, die Auszubildenden sind sowohl in der Berufsschule als auch in einem Ausbildungsbetrieb. Bei den Berufen Landwirt, Fachkraft Agrarservice und Tierwirt besuchen die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr die Berufsschule in Vollzeit als Blockschule. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind die Auszubildenden vier Tage die Woche auf einem Lehrbetrieb und einen Tag in der Berufsschule.

Wieviel verdient man als Landwirt?

Laut der Bundesagentur für Arbeit beträgt die Ausbildungsvergütung beim Beruf Landwirt monatlich zwischen 580 und 875 Euro brutto, je nach Bundesland. Und laut einer agrajo-Umfrage aus dem Jahr 2016 verdienen Berufseinsteiger in der Agrarbranche nach der Ausbildung im Schnitt 25.900 Euro brutto pro Jahr.

Welche Berufschancen habe ich mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung?

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre steht dem Absolventen ein breit gefächertes Berufsfeld offen. Denn er kann dann nicht nur seinen eigenen Betrieb führen, sondern es gibt auch Stellen als Berater im öffentlichen Dienst oder in Verbänden. Außerdem finden frischgebackene Landwirte in Forschungseinrichtungen, Dienstleistungsbetrieben wie Lohnunternehmen oder in Betrieben der vor- und nachgelagerten Bereiche Arbeit.

Welche Möglichkeiten der Weiterbildung habe ich mit der landwirtschaftlichen Lehre?

Für diejenigen, die nach der Ausbildung noch nach neuen Herausforderungen suchen, gibt es einige Möglichkeiten, sich höher zu qualifizieren. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche kann man sich zum Beispiel zum Landwirtschaftsmeister weiterbilden. Denkbar ist auch, an die Ausbildung den staatlich geprüften Wirtschafter oder Techniker, den Fachagrarwirt oder sogar ein Studium anzuhängen. Nach mindestens drei Jahren Berufspraxis ist ein Studium auch ohne Hochschulabschluss möglich, sofern es zur beruflichen Vorbildung passt. Wer eine Berufsausbildung, eine Fortbildung und zwei Jahre Berufserfahrung nachweisen kann, kann sogar alle beliebigen Studiengänge belegen.

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