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Dorf und Familie

90 Prozent aller Betriebe in Familienhand

pd
am
04.07.2014

Wiesbaden - 256.000 Familien bewirtschaften in Deutschland einen Hof. Das sind 90 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. Im Vergleich zu 2010 gibt es jedoch sechs Prozent weniger Familienbetriebe.

Die Landwirtschaft in Deutschland ist durch Familienbetriebe geprägt. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts und der Agrarstrukturerhebung 2013 hervor. 256.000 Betriebe (90 Prozent) sind demnach familienbetrieben.
 

Allerdings bewirtschafteten die Familienbetriebe im Jahr 2013 mit 10,9 Millionen Hektar nur 65 Prozent (%) der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Verglichen mit der Landwirtschaftszählung von 2010 hat die Zahl der Familienbetriebe jedoch um sechs Prozent abgenommen. Am stärksten sank dabei die Zahl der Betriebe, die weniger als fünf Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bewirtschafteten (– 15 %).

Nur neun Prozent der Betriebe in Frauenhand

Die Familienbetriebe sind gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Arbeitgeber. 777.200 Personen und damit 76 % der insgesamt rund einer Million landwirtschaftlichen Arbeitskräfte waren 2013 in diesen Betrieben beschäftigt. Davon waren 505.600 Familienarbeitskräfte, 59.300 ständige Arbeitskräfte und 212.400 Saisonarbeitskräfte.
 
Etwa 34 % aller Familienarbeitskräfte waren Frauen, aber lediglich neun Prozent der landwirtschaftlichen Familienbetriebe wurden 2013 von Frauen geführt. Die Mehrheit (65 %) dieser Betriebsleiterinnen führte den Betrieb in Teilzeit. Von den 233.900 männlichen Betriebsleitern der Familienbetriebe arbeiteten rund 50 % in Teilzeit.
 
Generell ist Teilzeitarbeit in landwirtschaftlichen Familienbetrieben weit verbreitet - rund 64 % aller Familienarbeitskräfte waren dort in Teilzeit beschäftigt.

Über die Hälfte wirtschaften im Nebenerwerb

Die landwirtschaftliche Tätigkeit ist für viele nicht die einzige Einkommensquelle. Von den Familienarbeitskräften gingen 34 % zusätzlich einer anderen Erwerbstätigkeit nach.
 
Dies spiegelt sich auch in der Erwerbsform wider: Mehr als die Hälfte (52 %) aller Familienbetriebe wurde im Nebenerwerb geführt. Sie bewirtschafteten zusammen 2,8 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, das waren 17 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche insgesamt.

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