Login
Wirtschaft

Abschluss des EU-US-Handelsabkommen in 2014 zweifelhaft

aiz/pd
am
07.03.2014

Brüssel - Die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen werden kommende Woche fortgesetzt. Doch die Prognose wird schlechter, denn bei den Europäern wächst die Kritik und bei den Amerikanern das Desinteresse.

Von kommendem Montag an werden wie geplant die Vertreter der EU und der USA wieder zu Gesprächen über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft zusammenkommen. Die Vorzeichen für die geplante Gesprächsrunde stehen schlecht. Denn in der EU wächst die Kritik am Freihandelsabkommen (TTIP) und in den USA vergrößert sich das Desinteresse daran.
 
Öl ins Feuer der Kritiker schüttet ein nicht für die Öffentlichkeit bestimmter "Drahtbericht" der EU-Kommission an die deutsche Bundesregierung, von dem der Onlinedienst der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.
 

EU fordert mehr Zollabbau

Die EU-Kommission beklagt sich in dem inoffiziellen Bericht über die fehlenden Ambitionen der USA für den Zollabbau. Schon gleich nach dem gegenseitigen Austausch von Angeboten Anfang Februar bemängelte EU-Handelskommissar Karel De Gucht, dass die EU bei der Liberalisierung deutlich weiter ginge als die USA. Inzwischen mehren sich die Zweifel, ob das TTIP-Abkommen, wie geplant, noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. De Gucht ist damit beschäftigt, die Kritiker in der EU zu besänftigen und muss sich jetzt auch noch mit einem unzureichenden Angebot aus den USA auseinandersetzen.
 

Schwierige Verhandlungen

Nach den Sondierungsgesprächen der drei vorangegangen Runden geht es in der nächsten Woche um Zollsenkungen, Marktzugang und öffentliche Ausschreibungen. Die Kommission erwartet hierbei von amerikanischer Seite, ein ähnlich weitreichendes Angebot wie das der europäischen Seite zu unterbreiten.
 
Schwierige Verhandlungen erwartet die Kommission ebenfalls bei dem öffentlichen Vergabewesen, an dem europäische Firmen großes Interesse haben.
Auch interessant