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Berufsrisiko

Achtung: Zecken sind auch im Winter aktiv

Zecke
am Donnerstag, 20.02.2020 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Je milder der Winter, desto aktiver die Zecken. Mittlerweile drohen Zeckenbisse auch in der kalten Jahreszeit.

Dauerte die Zeckensaison früher von etwa März bis Ende Oktober, so sind die Spinnentiere inzwischen ganzjährig aktiv, wie der Jenaer Zeckenforscher Jochen Süss erklärt. „Bei Bodentemperaturen ab sieben Grad marschieren sie los.“ Zecken sind Überträger von Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Zeckenbiss sofort dokumentieren

Bei Land- und Forstwirten zählen diese Infektionskrankheiten zum Berufsrisiko und damit als Berufskrankheit. Nur ist der Nachweis bei Borreliose nicht immer leicht. In fast 50 Prozent der Fälle erkennt die Versicherung aus Nachweismangel die Borreliose-Infektion nicht an. Umso wichtiger ist es daher, Zeckenbisse sofort im Verbandsbuch zu dokumentieren. Gegen FSME ist eine Impfung ratsam.

Riesenzecke überlebt den Winter

Hinzu kommt, dass eingewanderte Arten wie Hyalomma-Zecken durch fehlenden Frost hierzulande überwintern könnten, so Zeckenexperte Süss. Solche aus Nordafrika, Südeuropa und Regionen Asiens von Vögeln eingeschleppten Zecken hätten früher den Winter nicht überlebt. Das habe sich durch die milde Witterung infolge des Klimawandels geändert. "Jetzt schafft sie es, auch in Deutschland ihren natürlichen Zyklus vom Ei über die Larve und Nymphe hin zum erwachsenen Tier zu durchlaufen."

Mit Material von dpa

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