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Dorf und Familie

Acker als Deponie, Hofbiogas sowie mehr Licht am Schlepper

Externer Autor ,
am
07.02.2014

Was ist von dem "Entsorgen" von organischem Material im Boden zu halten? Lohnt sich jetzt noch eine Hofbiogasanlage? Und wie zusätzliche Scheinwerfer anbringen?

Weitere Arbeitsscheinwerfer am John Deere 6420 anbringen
 
Fendt90 fragt: "Ich habe kürzlich für unseren Johnny neue LED Arbeitsscheinwerfer gekauft, welche im Kabinendach nach vorne gerichtet, neben die schon vier installierten Scheinwerfer angebracht werden sollen. Nun stellt sich mir die Frage, wie ich das am besten mit den Schaltern, Sicherungen und Kabeln mache. Sind da schon Kabel im Kabinendach mit Strom verlegt, auf die ich die Scheinwerfer klemmen kann? Also Schalter dazwischen und fertig? Oder muss ich direkt ins Dach ein neues Kabel einziehen? Der Johnny hat von den Arbeitsscheinwerfern her, Vollausstattung. Nur hinten auf den Kotflügeln sind keine Scheinwerfer montiert. Ich habe die LED Scheinwerfer gekauft, weil man z.B. beim mähen seitlich nicht so viel Licht hat. Daher sollen die da noch ein bisschen was ausleuchten."
Porsche
gibt den Tipp: "Mach diese am besten auf die Kotflügel, da, wenn du sie vorne dran bauen willst, du ein ganz neues Kabel mit Sicherung und Schalter einbauen musst. Geht wegen der Stromaufnahmen der LED nicht, da diese ja weniger Strom brauchen als deine vorhandenen Halogen. Lass es am besten von einer Fachwekstatt machen, ich glaub, da muss man einige Lötstellen ändern, sonst geht das nicht."
Hirschtreiber schreibt: "Wirf die alten Halogenfunzeln runter, dann hast du Platz und brauchst keine Strippen ziehen."

Tiefere Bodenschichten des Ackers als Deponie für organische Stoffe nutzen?

DWEWT schreibt: "Es ist eine alte Erkenntnis, dass organische Masse, vergraben in tiefere Bodenschichten, nur einem sehr geringen Abbau unterliegt. Genau diese Tatsache könnte man sich zunutze machen, um die Freisetzung von CO2 zu reduzieren. Das Thünen Institut hat in ehemals sehr tief gepflügten Böden der norddeutschen Tiefebene, einen hohen Anteil nicht abgebauter organischer Substanz gefunden. Was in landwirtschaftlichen Kreisen als fehlerhafte Bodenbearbeitung betrachtet wird, eben Strohmatten bzw. Strohmatratzen im Boden, könnte in Zukunft als gewollte Maßnahme zur CO2-Reduzierung gelten. Damit könnte die Landwirtschaft eine weitere Entsorgungsfunktion für diese Gesellschaft übernehmen. Natürlich würden nicht Stoffe aus dem ldw. Stoffkreislauf vergraben, sondern organ. Stoffe aus anderen Bereichen der Wirtschaft und sonstige organ. Abfallstoffe. Zu bedenken wäre, neben einer evtl. Schadstoffanreicherung im Boden, natürlich auch die Beeinträchtigung der gerade für die Landwirtschaft wichtigen Bodeneigenschaften. So würde sich z.B. die Kapillarität des Bodens verändern und zu Ertragseinbußen führen. Ob die Denkansätze des Thünen-Instituts Theorie bleiben, wird die Zukunft zeigen."
Darky meint: "Im Grunde kein schlechter Gedanke.... ABER: - Ich würde sowas nur in Form von Kohle annehmen - Jede Partie kontrolliert auf alles was man nicht haben will u sich nicht abbaut - Gegen einen Geldbetrag oder verkäufliche Co2 Zertifikate. Man könnte das ja mit Terra Preta in Verbindung bringen...was sinnvoll sein dürfte."
Drehung antwortet: "Grau ist alle Theorie... Mal ganz abgesehen von allen anderen Problemen die Bodenfruchtbarkeit, -kapilarität usw. betreffen, überlege ich mir grade wie die "Einlagerung" hier in unserer Gegend praktisch durchgeführt werden könnte. Drainierte tonige Lehmböden mt einer "Mächtigkeit" (Ackerkrume) von ca. 35-40 cm, darunter wird es "gelb und blau". Tief einpflügen wäre hier keine Option... Bei den genannten tiefgepflügten Flächen in der norddeutschen Tiefebene dürfte es sich wohl in erster Linie um Moor-Umbruch/ -"Kolonisation" handeln. Desweitern wäre es auch interessant, wieviel CO2 durch das "Einbringen" (Transport, Verpressen u.ä.) zusätzlich erzeugt würde und wieviel "Netto-Vermeidung" unterm Strich übrig bliebe."
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Hofbiogas: ja oder nein?

Bauer820 fragt: "Rechnet sich eine Hofbiogasanlage mit Gülle von ca. 150 Mastbullen und ca. 100 t Festmist, 10ha Gras und 8 ha Mais? Wer hat sowas oder wie sieht der ideale Hof dafür aus?"
rocknrolldirk meint: "Wer soll das beantworten? Kommt drauf an, ob das EEG ab August Strompreise hergibt, die eine solche Anlage tragen. Nach den alten Preisen kannste auch noch rechnen, dann muss das Ding aber bis August am Netz sein. Das wäre mutig."
Globe schreibt: "Bist ein Jahr zu spät dran, außer deine Anlage wurde vorm 21. 01.14 genehmigt und du speist bis Mitte August 2014 ins Netz ein, dann zählt noch das alte EEG (2012er). Ansonsten weiß ich nicht wie sich das rechnet bei 15 cent/kWh, so wie es unser Energiefachmann vor hat, außer die Anlagenverkäufer haben demnächst was zu verschenken."
LG antwortet: "Ich hab sowas seit 2006, allerdings mit einigen Hektar mehr an Mais. Der Traumhof für das Projekt sollte ne knappe Million an Kapital auf der hohen Kante haben, dann kann man seinen Traum wohl 20 Jahre leben. Mit der Million hätte man aber auch andere Möglichkeiten."
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Aufhören - steuerliche Folgen?

Biobauerforever wendet sich mit folgender Problematik an die Landliveuser: "Ein Bekannter trägt sich mit dem Gedanken, mit der Landwirtschaft aufzuhören. Jetzt hat ihm sein Steuerberater gesagt, dass, wenn er alle Flächen abgibt, diese sofort ins Privatvermögen übergehen - das hört sich für mich irgendwo komisch an, ist das wirklich so? Wenn das stimmt, hat wer Ahnung, welcher Wert da genommen wird? Einheitswert, Buchwert, Marktwert?"
Drehung antwortet: "Wie darf man das "Abgeben" verstehen? Ist damit Verkauf oder Verpachtung gemeint? Es wäre mir neu, wenn das bei einer Verpachtung passieren muss. Beim "Aufhören" sollte man sich - zusammen mit einem im landwirtschaftlichen Steuerrecht fitten Steuerberater - überlegen, ob man tatsächlich die Aufgabe der Landwirtschaft erklärt oder das ganze als ruhender landwirtschaftlicher Betrieb "weitergeführt" wird. Es kommt immer auf den Einzelfall an, was günstiger ist."
altilla schreibt: "So weit mir bekannt ist, muss man die Überführung landwirtschaftlich genutzter Flächen ins Privatvermögen explizit gegenüber dem Finanzamt erklären. Wird der Betrieb verpachtet und weiterhin so genutzt, gibt das normalerweise kein Problem. Anders ist es natürlich, wenn man Bauland daraus macht... Ähnlich ist es meines Wissens mit Betriebsgebäuden."

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